[Rezension] Andrzej Sapkowski: Hexer-Saga

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  • Der letzte Wunsch (2006)
  • Das Schwert der Vorsehung (2008)
  • Das Erbe der Elfen (2008)
  • Die Zeit der Verachtung (2009)
  • Feuertaufe (2009)
  • Der Schwalbenturm (2010)
  • Die Dame vom See (2011)

Autor: Andrzej Sapkowski

Genre: Fantasy

Verlag: dtv

Die Fantasy-Buchreihe des polnischen Autors Andrzej Sapkowski um den Hexer Geralt von Riva kennen viele sicher vor allem durch die „Witcher“-Computerspiele. Die Handlung der Spiele setzt allerdings erst eine Weile nach dem Ende der in den Büchern erzählten Geschichte an. Die Buchreihe setzt sich aus den ersten zwei Bänden, die eher eine lose Sammlung an Kurzgeschichten über den Hexer sind, und der fünfteiligen „Saga“ um Geralts Ziehtochter Ciri zusammen.

Außerdem erschien 2015 der Einzelband „Zeit des Sturms“, der zeitlich zwischen den ersten beiden Büchern spielt. Diesen habe ich aber noch nicht gelesen und werde ihn deshalb nicht in der Rezension berücksichtigen.

Die Geschichten spielen in einer klassischen Fantasy-Welt, die neben Menschen auch von Elfen, Zwergen und allerlei Monstern bewohnt wird. Die Vernichtung von letzteren ist der eigentliche Beruf des Hexers, von dem er sich allerdings im Laufe der Geschichte immer weiter abwendet, um das Mädchen Ciri zu beschützen und sie später wiederzufinden. Es fällt dabei auf, dass es sich zwar um eine fantastische, aber auch sehr düstere Welt handelt, die von vielen Gefahren und vor allem dem unmoralischen Handeln vieler Personen geprägt ist. Weil aber der Hexer und seine Gefährten zwar nicht unfehlbar, aber wesentlich sympathischer erscheinen als viele andere Charaktere, wirkt die Geschichte nicht bedrückend, sondern eher insofern realistisch, als dass sie auch menschliche Abgründe darstellt.

Auch wenn es immer wieder langatmige Phasen gibt, finde ich die Handlung sehr spannend und außerordentlich komplex. Besonders beeindruckt mich immer wieder die Erzählweise, die Sapkowski immer wieder verändert. Aus verschiedenen Perspektiven, Zeiten und Sichtweisen heraus lässt er die Geschichte besonders lebendig wirken und wechselt teilweise innerhalb weniger Sätze mehrfach die Perspektive, ohne den Leser dabei abzuhängen. Trotzdem sind die Bücher eher keine leichte Lektüre für zwischendurch, sondern erfordern die volle Aufmerksamkeit des Lesers, wenn man den komplexen Verwicklungen zwischen den zahlreichen Figuren folgen will.

Ich habe die Reihe gerade zum zweiten Mal gelesen und kann sie jedem Fantasy-Fan nur empfehlen! Die Höchstwertung vergebe ich nicht ganz, weil mich immer mal wieder einige brutale Szenen in den Büchern gestört haben. Aber hier muss jeder selber entscheiden, ob er das unangenehm findet.

Gerngelesen: 📚📚📚📚 von 5

4 Gedanken zu „[Rezension] Andrzej Sapkowski: Hexer-Saga

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