#Litcamp18 – wieder für eine Überraschung gut

Nachdem ich im letzten Jahr gemeinsam mit Krissi Premiere hatte – wir haben beide das erste Mal das Litcamp in Heidelberg besucht und überhaupt ein Barcamp – fühlte ich mich diesmal eigentlich ganz gut vorbereitet. Schließlich war ich Ende April auch auf dem Litcamp in Bonn, Profi sozusagen 😉.
Leider hat der vorhergehende Urlaub mit unfreiwilliger Verlängerung inklusive gecanceltem Flug die ganze Planung zunichte gemacht. So war ich dann froh, überhaupt am Samstag in Heidelberg angekommen zu sein. Nichts war es mit „ich schaue dann mal auf die Teilnehmerliste, wer noch so kommt“ und „vielleicht mach ich eine Session“.
Aber genau dass ist es eigentlich, was das Litcamp ausmacht: sich überraschen lassen und offen sein für das, was auf einen zukommt.

Ticket und Messeplaner #litcamp18

Wer gar nicht weiß, was ein Barcamp und das Literaturcamp im Speziellen ist, der findet hier (Bonn) und hier (Heidelberg) interessante Informationen. Nur soviel vorweg: Wer das noch nicht erlebt hat, hat etwas verpasst!

Die große Vorstellungsrunde – immer ein Highlight

Zum Glück kamen wir gerade noch rechtzeitig zur großen Vorstellungsrunde. Hier habe ich mich dann nach Kräften bemüht, nach einigen Leuten Ausschau zu halten, die ich aus dem Vorjahr oder von Twitter kannte – mit Erfolg! Schön, wenn danach Leute auf dich zukommen und sich freuen, dich wiederzusehen oder endlich persönlich kennenzulernen (Danke besonders an Sandra @booknapping, hat endlich geklappt 👍).

Die Sessions in diesem Jahr habe ich mir etwas bewusster ausgesucht. So habe ich meist Themen im großen Saal ignoriert, denn hier gab es einen Livestream. Diese Videos werden später auf dem Youtube-Kanal des Litcamps Heidelberg zur Verfügung gestellt und können so „nachgeschaut“ werden. Einige Themen wiederholen sich zwangsläufig auch oder ich glaube, mich dort inzwischen besser auszukennen, so dass ich sie auch schlabbern konnte. Die Themenvielfalt war aber wieder unglaublich und machte die Entscheidung dann schwerer als vorher gedacht.

Start mit einer Wohlfühlsession

Begonnen habe ich am Samstag mit einer (für mich) Wohlfühlsession: Stefanie  (@stef_walther) und Erik (@derExperte) haben sich aus „Slotmangel“ spontan zusammengetan. Allein das muss man sich einmal vorstellen: Neun bis zehn parallel stattfindende Themen, das jeweils fünfmal am Tag, plus Nachtsessions und über zwei Tage hinweg – und dann bleiben immer noch Themen übrig! Während der Sessionplanung habe ich mich mit einem Litcamp-Neuling unterhalten, der einfach nur geflasht war von der mega langen Schlange bei der Sessionvergabe.
Aber zurück zu meinem Beginn. Erik und Steffi kannte ich schon aus dem letzten Jahr und es ging um Barcamps und introvertierte Menschen – sicheres Terrain sozusagen. Aber auch hier gab es für mich interessante (persönliche) Einblicke, denn dass „introvertiert“ nicht mit „schüchtern“ gleichzusetzen ist, hat Steffi wirklich eindrucksvoll durch ihre eigene Person demonstriert.

Unglaubliche Themenvielfalt

Die anderen von mir besuchten Sessions waren eine wirklich bunte Mischung: über Spaß beim „Speedplotting“, hilfreiche Tipps beim „Zeitmanagement mit Drachen“, erfolgversprechende „Genres im Selfpublishing“, Fallstricke in der „Covergestaltung“ und „Buchproduktion“ blieben eigentlich keine Wünsche offen. Besonders gut gefallen hat mir noch der Einblick in die Entstehung einer Anthologie. Die Kurzgeschichte als Stiefkind der Literatur hat auch bei mir leider einen zu geringen Stellenwert. Gerade deshalb fand ich jedoch die Idee, sich dadurch im Schreiben allgemein aber auch in neuen Genres ausprobieren zu können, wirklich interessant. Wer weiß, vielleicht kommt da bald etwas auf euch zu – in welcher Form auch immer 😉.

Begegnung auf Augenhöhe

Aber neben den vielen Themen sind es gerade die Begegnungen, die das Litcamp zu etwas so Besonderem machen. Ein typisches Beispiel dafür ist eine Begegnung, die ich gemeinsam mit Isabel (@seitenwandlerin) im Essenszelt hatte. (Das vegane! Essen von der Leckerschmecker Küchenfee war übrigens wieder soo gut! Endlich habe ich mal Jackfruit gegessen. Das wollte ich immer schon einmal, habe mich aber nicht getraut…) Wir unterhielten uns über das Bloggen und die Probleme mit Autoren, Rezensionsexemplaren und dem Bewertungssystem, als sich jemand zu uns gesellte und uns interessiert zu hörte. Wie sich anschließend herausstellte: Anke Gasch, die Chefredakteurin der „Federwelt“, eine unglaublich sympathische Frau. Sie fand das Thema so spannend, dass sie uns riet, doch einfach mal ein Artikelkonzept an den „Selfpublisher“ zu schicken. Egal ob daraus etwas wird oder nicht, das nenne ich wahrhaft Begegnung auf Augenhöhe! Ich hätte mich wohl sonst nie getraut, so offen mit einer Chefredakteurin zu reden. Aber hier auf dem Litcamp sticht niemand hervor, allen wird das gleiche Recht zugestanden. Dazu passte dann auch noch die Session am Sonntag, in der Kia (@kiaKahawa) von ihrem Anschreiben an Anke Gasch und die Federwelt sowie die daraus resultierende Zusammenarbeit berichtete – tolle Tipps!

Mein Jahr zwischen den Litcamps

Für mich persönlich sind die letzten zwölf Monate eingerahmt von den beiden Litcamps in Heidelberg. Soviel hat sich seitdem für mich verändert: Ich habe mich getraut, mich endlich auf dem Weg zu machen, ein paar meiner Träume zu verwirklichen – und es läuft ganz gut! Kaum zu glauben, dass erst ein Jahr vergangen ist.

Deshalb freue ich mich auf das #Litcamp19! Und ja, auch wenn ich die Idee der Ticketvergabe an Silvester um Mitternacht etwas seltsam (nett ausgedrückt 🤨) finde, werde ich wohl wieder mit Sekt in der Hand zuschlagen – ohne Litcamp geht nicht!

Wir sehen uns!

 

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