Die Fährtenleserin – Karl Olsberg auf neuen Fantasy-Wegen

Bunt zusammengewürfelte Abenteurer-Gruppe inklusive der jungen Fährtenleserin Andrin macht sich auf, eine Bestie zu besiegen. Klassische Fantasy von Karl Olsberg.

Die Fährtenleserin von Karl OlsberTitel: Die Fährtenleserin

Autor: Karl Olsberg

Genre: Fantasy

Verlag: Indie

Seitenzahl der Printausgabe: 262 Seiten

Erscheinungsdatum: 8. Juni 2017

 

In einem Gasthaus trifft eine Gruppe von Abenteurern aufeinander. Unter ihnen Andrin, eine junge Fährtenleserin, aber auch ein Schwertmeister, ein Riese, ein Mönch sowie ein Kräuterkundler. Alle haben das gleiche Ziel: eine unbekannte Bestie zu jagen, bei deren Erlegung eine ansehnliche Belohnung winkt. Sie ahnen dabei nicht, dass die größte Gefahr bereits unter ihnen ist.

Fantasy-Nachschub für das Genre des Monats

In unserem Fantasy-Monat bei der Lese-Challenge Reise durch die Genres habe ich mich nach meiner ersten Lektüre „Noras Welten 1: Durch den Nimbus“ von Madeleine Puljic noch für ein weiteres Buch aus diesem Genre entschieden.

Ich lese gern die Thriller von Karl Olsberg und war deshalb neugierig auf seinen Fantasy-Roman. Anlässlich eines Re-Ups mit neu designtem Cover gab es das Ebook in einer Gratis-Aktion zum Download. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen – und ich wurde nicht enttäuscht!

Die Reise der Helden

Die Erzählweise des Buches ist interessant, denn bis etwas zur Mitte des Romans besteht die Handlung im Wechsel aus der Suche nach der Bestie mit den unheimlichen gelben Augen und den Hintergrundgeschichten der Abenteurer. So wird immer wieder ein Kapitel eingestreut, in dem einer der Gefährten seine Lebensgeschichte zum Besten gibt, ebenso wie die Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnen. In diesem Teil ähnelt das Buch somit einer Ansammlung von Kurzgeschichten, eingebettet in die Rahmenhandlung der Suche. Dadurch ist der Roman sehr abwechslungsreich, denn jeder der Gefährten hat eine andere interessante Motivation für die Suche.

Besonders Andrin, die junge Frau, die über eine besondere Gabe verfügt, ist eine tolle Hauptfigur. Wirkt sie anfangs noch unsicher und schüchtern, entwickelt sie sich mit fortschreitender Handlung und wird zu einer mutigen Protagonistin. Auch die anderen Figuren überraschen durch spannende und unerwartete Entwicklungen und tragen viel zur Atmosphäre des Buches bei.

Etwa zur Mitte hin, wenn man Leser bereits ahnt, dass mehr hinter der ganzen Sache stecken muss, als nur die Suche nach einem gefährlichen Tier, nimmt die Handlung deutlich Fahrt in diese Richtung auf und wird auch bedrohlicher – nichts ist mehr, wie es scheint, jeder der Helden hat seine eigenen Geheimnisse, überraschende Wendungen in der Handlung inklusive.

Klassische Fantasy mit allem, was dazu gehört

Der Roman entspricht einer klassischen Fantasy-Geschichte, wie ich sie mir vorstelle: Die Helden treffen aufeinander und begeben sich auf eine Reise, behindert von allerlei Gefahren, um am Ende zu siegen. Oder doch nicht so ganz, denn der Roman hat, wenn auch eigentlich abgeschlossen, ein offenes Ende, die Reise ist noch nicht gänzlich vorbei. Spannend zu sehen, ob der Autor noch eine Fortsetzung schreiben wird. Ich würde mich darüber jedenfalls freuen!

Kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist die etwas aufgesetzt wirkenden Liebesgeschichte. Hier liegen eindeutig nicht die Stärken von Karl Olsberg. Aus meiner Sicht hätte man gut darauf verzichten können, aber natürlich ist so die (aufkommende und notwendige) Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren besser zu erklären.

Fazit: Gute, klassische Fantasy-Geschichte, spannend, mit interessanten Figuren und Wendungen. Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen!

Gerngelesen: 📚📚📚📚 4 von 5

2 Gedanken zu „Die Fährtenleserin – Karl Olsberg auf neuen Fantasy-Wegen

    1. Hallo Chrissi!
      Das ist Olsbergs Fantasy-Erstling. Mal schauen, ob es eine Fortsetzung geben wird…
      Aber auf jeden Fall zu empfehlen!

      Liebe Grüße,
      Corinna

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