[Hörbuch-Rezension] Paul Finch: Schwarze Witwen

Titel: Schwarze Witwen

Autor: Paul Finch

Reihe: Lucy Clayburn, Teil 1

Genre: Thriller
Verlag: Hörbuch Hamburg, exklusiv bei audible
Spieldauer: 14 Std. 25 Min., ungekürzt
Sprecher: Matthias Lühn
Erscheinungsdatum: 12.01.2017

Eine Killerin versetzt Manchester in Angst und Schrecken. „Jill, the Ripper“ lässt sich als Anhalterin von Männern mitnehmen, nur um sie später grausam zu ermorden und zu verstümmeln. Als bei der Polizei eine Sondereinheit zusammengestellt wird, um der Täterin endlich das Handwerk zu legen, bekommt auch Lucy Clayburn eine zweite Chance. Die junge Polizistin hatte vor Jahren einen großen Fehler begangen und wurde in den Streifendienst strafversetzt. Jetzt soll Lucy auf der Straße unter den Prostituierten ermitteln, um an neue Informationen zu kommen. Dabei geht sie immer mehr Risiken ein, um sich zu beweisen und zurück ins Team der Kripo zu kommen. Sie taucht tief in Manchesters Unterwelt ein und erfährt mehr über ihre eigene Vergangenheit, als sie eigentlich wissen wollte.

Bei diesem Thriller handelt es sich um den ersten Teil einer neuen Reihe von Paul Finch. Nachdem ich seine Mark-Heckenburg-Reihe richtig gut fand und auch alle Teile gehört habe, war ich neugierig auf seine neue Hauptfigur.

Leider kann Lucy mit Mark überhaupt nicht mithalten. Sie bleibt blass, ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, ja zum Teil richtig kindisch. Ich konnte mir ihr in diesem ersten Teil einfach nicht warm werden. Zudem braucht die Story lange Zeit, bevor sie überhaupt erst richtig in Gang kommt. Der Prolog, in dem Lucys Faupaux vor vier Jahren geschildert wird, verspricht deutlich mehr Spannung, als das Buch später hält.

Besonders negativ beeinflusst wurde meine Meinung aber durch den Sprecher des Hörbuchs. Leider ist es ja häufig so, dass gerade männliche Sprecher dazu neigen, weibliche Figuren übertrieben darzustellen und mit hoher Stimme zu sprechen. Aber das, was sich hier Matthias Lühn leistet, ist meiner Ansicht nach unzumutbar. In einer Szene beispielsweise, überteibt er Lucys weinerliche Sprache derart, dass ich mehrmals das Hörbuch zurückspulen musste, um überhaupt alles zu verstehen. Ich möchte hier ein Buch (vor)gelesen bekommen und keine (schlechte) Schauspielleistung geliefert bekommen. Dafür kann ich mir einen Film anschauen. Sorry, aber ich habe mich wirklich sehr darüber geärgert.

Fazit: Somit kann ich für dieses Hörbuch absolut keine Empfehlung aussprechen. Das Buch hat eine leidlich spannende Geschichte, aber wenn ihr einmal Paul Finch lesen wollt, so fangt lieber mit dem ersten Teil „Mädchenjäger“ seiner Mark-Heckenburg-Reihe an. Ich glaube, einem zweiten Lucy-Clayburn-Teil würde ich erst mal keine Chance geben, da gibt es deutlich bessere Thriller.

Gerngelesen: 📚 von 5 (ein Punkt Abzug wegen des Hörbuchs)

 

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