Sibel Hodge: Sei auf der Hut [Rezension]

Chloe Benson wurde entführt, doch sie konnte fliehen. Aber ist das alles wahr? Weder die Polizei noch die Ärzte glauben ihr, nicht einmal ihr Mann nimmt sie ernst. Doch Chloe macht sich auf die Suche nach der Wahrheit… Spannender Thriller von Sibel Hodge.

Sibel Hodge: Sei auf der Hut, Thriller

Titel: Sei auf der der Hut

Autorin: Sibel Hodge

Genre: Thriller

Verlag: Edition M

Erscheinungsjahr: 2015

Dieses Buch habe ich noch kurz vor der Abreise in den Koffer geworfen. Obwohl ich ein großer Ebook-Fan bin, wollte ich doch eine gedruckte Ausgabe mitnehmen, die ich auch mit Sonnencreme verschmierten Fingern und im Sand lesen konnte. Bei der Suche im Bücherregal bin ich auf eine kleine Version des obigen Thrillers von Sibel Hodge gestoßen, dass ich irgendwie auf der Frankfurter Buchmesse mitgenommen habe. Passte also ganz gut!

meine (kleine) Ausgabe von Sibel Hodge: Sei auf der Hut

Umso erfreuter war ich, als sich das Buch also echtes Highlight entpuppte, mit dem ich gar nicht so gerechnet hatte. Trotz einiger vorhersehbarer Elemente wusste die Autorin doch immer wieder zu überraschen. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen – trotz vieler anderer toller Beschäftigungen im Urlaub ein gutes Zeichen!
Ich denke, ich werde mir demnächst auch einmal andere Bücher der Autorin anschauen…
Rechts seht ihr übrigens meine (kleine) Ausgabe des Buches – wirklich praktisch zum Einstecken! Ich weiß gar nicht, ob es diese kleinformatigen Bücher überhaupt noch gibt?

Was ist wahr, was Einbildung?

Der Anfang fesselt sofort: Chloe Benson wacht in absoluter Dunkelheit auf. Nur langsam kann sie sich erinnern. Offenbar wurde sie entführt und nun in einem Keller gefangen gehalten. Doch Chloe kann sich befreien, wird gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Die eigentlich Qual beginnt jedoch erst, denn niemand will ihr glauben.
Offensichtlich leidet sie seit einer Fehlgeburt an Depressionen. Durch ein Medikament, dass sie eingenommen hat, kamen Wahnvorstellungen und Halluzinationen hinzu. Chloe kann sich selbst und ihren Erinnerungen nicht mehr trauen.
Doch sie gibt nicht auf. Ihre Nachforschungen wecken einen schrecklichen Verdacht: Kann es wahr sein, dass ihr eigener Ehemann hinter der grausamen Entführung steckt? Doch Liam hat ein Alibi…

Ruhiges Erzähltempo, glaubhafte Figuren

Die Entwicklung der Geschichte ist dabei eher ruhig. Ein rasantes Tempo lässt das Buch eher vermissen und kommt doch auch gut ohne aus. Chloes Ängste, ihre Zweifel an sich selbst und ihrer Wahrnehmung sind glaubhaft dargestellt und lassen den Leser (oder vielleicht auch eher die Leserin) mitfiebern.

Auch wenn dem erfahrenen Thriller-Leser vieles an der Storyline bekannt vorkommt, weiß Sibel Hodge doch zu fesseln. Ich mochte das Buch wirklich ungern aus der Hand legen, auch wenn ich (insgeheim) schon den Hintergrund erahnen konnte. Aber wie ich gerade kürzlich noch in einem Schreibratgeber gelesen habe: Es kommt weniger auf das „Wer“ sondern vielmehr auf das „Wie“ an. In diesem Sinne ist das Buch wirklich ein spannender „Whydunit“.

Fazit: Überraschend spannender Fund in meinem Bücherregal und gute Urlaubslektüre. Kann ich empfehlen!

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