Der Insasse – mein endgültig letzter Fitzek!

Lange habe ich Sebastian Fitzek die Treue gehalten. Von erster Stunde an war ich begeistert von seinen spannenden Thrillern. Doch in letzter Zeit enttäuscht mich praktisch jedes neue Werk von ihm. Warum er es sich mit dem „Insassen“ nun endgültig mit mir verscherzt hat, lest ihr hier.

Titel: Der Insasse

Autor: Sebastian Fitzek

Genre: Thriller

Verlag: Audible Studios (exklusiv für die ungekürzte Version)
Sprecher: Simon Jäger
Spieldauer: 9 Std. 13 Min. (ungekürzt)
Erscheinungsdatum: 24.10.2018

Till Berkhoff ist völlig verzweifelt, nachdem sein kleiner Sohn spurlos verschwunden ist. Als viele Monate später ein Psychopath für die Morde an zwei kleinen Kindern festgenommen wird, fast Till einen Plan. Er lässt sich unter einem Vorwand in die gleiche Psychiatrie wie Guido Tramnitz einliefern, weil er fest davon überzeugt ist, dass dieser auch Max auf dem Gewissen hat. Tills sehnlichster Wunsch ist es, in Erfahrung zu bringen, was wirklich mit seinem Sohn geschehen ist.

Grenzwertige Werbeaktion

Aufmerksamkeit hat Sebastian Fitzeks Buch bereits vor der Veröffentlichung erreicht. Der Autor ist bekannt für seine spektakulären Aktionen, doch diesmal ging er sogar einigen Fans zu weit. So wurden Plätze in einer Psychiatrie „verlost“, damit die Gewinner die Situation von Till am eigenen Leib nacherleben konnten. Die Aktion hat einen schlechten Beigeschmack, wenn man an die psychisch Kranken denkt, für die ein solcher Aufenthalt die letzte Rettung sein kann. Grenzwertig!

Ekelfaktor hoch drei

Der Inhalt des Thrillers klingt spannend wie immer. Genau damit hat mich Sebastian Fitzek dann doch (wieder) gefangen, obwohl ich schon nach dem „Paket“ Schluss machen wollte mit mir und seinen Thrillern ;-).
Doch leider wird die Spannung hier mit einem hohen Ekelfaktor verbunden. Oder wollt ihr wirklich wissen, wie sich ein Zettel anfühlt, den ein Patient aus einem Kondom, welches er in seinem After versteckt hat, herausgezogen hat? Ich nicht!

Bezeichnend finde ich ein Zitat, dass Fitzek seiner Hauptfigur Guido Tramnitz in den Mund legt:

„Für gesunde Menschen jedoch, also jene, die mich zu Recht verabscheuen, dürften die folgenden Schilderungen unerträglich sein.“

(Sebastian Fitzek: Der Insasse)

Das kann in meinen Augen auch kein genialer Hörbuchsprecher wie Simon Jäger herausreißen. Das überraschende Ende versöhnt ein wenig, aber da ist es dann eigentlich auch schon zu spät…
Wo sind die spannenden und überraschenden Thriller wie „Amokspiel“, „Der Augenjäger“ oder „Der Nachtwandler“ hin, mit denen Sebastian Fitzek jeden Thrillerfan fesselnd konnte?

Das Beste am Buch? Die Danksagung!

So bleibt mir nur noch, Fitzeks geniale Danksagung zu erwähnen. Seine Schlussbemerkungen sind schon seit jeher lesenswert und werden mittlerweile sogar beim Hörbuch mit eingelesen. Meines Wissens nach eine Novität. Diesmal hat er alle Personen und deren Namen, bei denen er sich bedanken möchte, in die Form eines witzigen Kurz-Thrillers gebracht.

Fazit: Mein endgültig letzter Fitzek! Jetzt ist Schluss! Traurig, wenn ich sagen muss, dass mir die Danksagung am Besten gefallen hat…

6 Gedanken zu „Der Insasse – mein endgültig letzter Fitzek!

  1. Hallo Corinna,
    ich habe das Buch nicht gelesen, aber es meinen Vater zu Weihnachten geschenkt. Er war auch nicht sonderlich angetan. Übertrieben brutal war sein Fazit.
    Ich wünsche dir, dass du viele andere tolle Autoren für dich findest.
    LG
    Yvonne

  2. Hallo Corinna,

    mir hat das Paket auch nicht so gut gefallen und ich werde wohl zukünftig auch keinen Fitzek mehr kaufen. Auf meinem SuB schlummert noch Passagier23 vielleicht lese ich den noch irgendwann, aber die ganz neuen scheinen ja wohl alle nicht so der Renner zu sein. Vielleicht ist die Luft raus.

    Liebe Grüße
    Chrissi

  3. Ich liebe die Bücher von Sebastian Fitzek, jedes Mal wieder freue ich mich über das Erscheinen von seinem Buch – auch dieses Mal bei „der Insasse“ wurde ich nicht enttäuscht! Die limitierte Ausgabe ist optisch wirklich total schön. Der Inhalt des Buches ist wie gewohnt: einfach super! Spannend, gut geschrieben, ein paar tolle Wendungen, Charaktere mit denen man richtig mitfiebern kann…
    Ich wollte (wie jedes Mal) das Buch eigentlich genießen – es war allerdings in einigen Stunden durchgelesen und nun warte ich wieder auf das nächste Buch 😉

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