Ashley Dyer: Tattoo

Ein Serienmörder, der Frauenleichen mit kryptischen Tattoos hinterlässt  – Das ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe von Ashley Dyer.  Hat etwas von Kaugummi: ziemlich zäh und langatmig. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Dieses Leseexemplar wurde mir von der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Titel: Tattoo

Autorin: Ashley Dyer

Teil einer Reihe: Carver & Lake, Teil 1

Genre: Thriller

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2018

Seitenzahl der Printausgabe: 560 Seiten

Ein perfider Serienmörder geht in Liverpool um. Seine Opfer sind Frauen, deren er sorgfältig arrangiert und mit kryptischen Tattoos versehen, zurücklässt. Greg Carver und Ruth Lake ermitteln gemeinsam im Fall des „Dornenkiller“, bis Carver aus dem Verkehr gezogen wird. Doch Ruth kommt dem Täter immer näher.

Dieser Thriller wurde im Vorfeld vom Verlag bereits sehr gehypt und auch ich konnte nicht widerstehen. Leider muss ich sagen, denn die gesamte Story ist äußerst zäh und kommt erst gegen Ende in Fahrt – wenn man denn solange durchhält.
Schade, denn ich hatte mich gerade im Rahmen unseres Thriller-Themas bei der „Reise durch die Genres“ sehr darauf gefreut.

Ungewöhnlicher Einstieg

Der Auftakt ist ungewöhnlich: Ruth findet ihren Partner angeschossen in seiner Wohnung. Doch statt die Polizei zu rufen, manipuliert sie den Tatort. Dann erst bemerkt sie, dass Carver noch lebt. Ziemlich verwirrend für den Leser, der erst lange warten muss, bis er den Grund dafür erfährt. Später umkreisen sich beide Partner. Keiner erzählt dem anderen die Wahrheit. Warum? fragt man sich und bekommt auch hier erst weit im Verlauf des Thrillers eine  Antwort.

Zäh wie Kaugummi

Überhaupt ist die ganze Handlung äußerst langwierig erzählt. Nichts von „rasantem Tempo“, wie man es bei einem Thriller eigentlich erwarten würde. Gegen Ende wird Fahrt aufgenommen, wenn die Gefahr durch den Dornenkiller größer wird. Doch da hat sich schon durch mindestens zwei Drittel des Buches arbeiten müssen…

Hinter dem Pseudonym „Ashley Dyer“ steht ein Frauen-Duo aus einer Thriller-Autorin und einer Forensikexpertin. Irgendwie scheint die Zusammenarbeit in meinen Augen nicht wirklich geglückt zu sein. Zwar gibt es viele (interessante) Details zu den gefunden Leichen, aber insgesamt ist alles doch zu ausführlich und mit zu wenig Tempo erzählt. Für meinen Geschmack hätte man die ganze Story um mindestens 200 Seiten straffen können.

Fazit: Carver und Lake werden das nächste Mal sicher ohne mich ermitteln müssen. Schade!

2 Gedanken zu „Ashley Dyer: Tattoo

  1. Allein wegen der recht penetranten Werbung, habe ich die Finger von dem Buch gelassen. Die Erfahrung zeigte nämlich in der Vergangenheit, dass das meist Enttäuschungen sind und hier war es ja leider nicht anders.
    Schade um das Buch 🙁
    (grad bei so einem Autoren-Duo)

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