#5Favoriten – Krimi-Klassiker

Auch mir ist es ähnlich gegangen wie Krissi in ihrem Artikel über Science-Fiction-Klassiker. Bei der Suche nach einem passenden Titel für unsere Reise durch die Genres im Mai habe ich so viele Krimis und Autoren (wieder)entdeckt, dass ich euch hier meine Wunschliste an Krimi-Klassikern zeige, die ich in den nächsten Monaten/Jahren lesen möchte. Besonders interessant finde ich dabei, zu vergleichen: Was hat sich in der Spannungsliteratur über diesen Zeitraum hinweg verändert? Sind die alten Klassiker immer noch „modern“ und gut zu lesen? Bereits bei meinem aktuellen Buch „Nikotin“ von Agatha Christie sind mir so einige Unterschiede aufgefallen. Spannendes Thema, wie ich finde.

Meine #5Favoriten unter den Krimi-Klassiker-Autoren

Edgar Allan Poe (1809-1849)

Edgar Allan Poe, Krimi, Klassiker, Der Doppelmord in der Rue Morgueprägte neben Horror und Kurzgeschichte auch entscheidend das Genre der Kriminalliteratur.

Mit „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ gilt Poe als Erfinder der Detektivgeschichte. D. Auguste Dupin war der erste Ermittler, der seine Fälle durch Logik und Kombinationsgabe löste. Neben diesem im Jahr 1841 erschienenen Fall wurde er noch in zwei weiteren Fällen 1842 und 1844 von Poe eingesetzt. Ein echter Klassiker!

Per Wahlöö (1926-1975)

Per Wahlöö, Maj Sjöwall, Martin Beck, Krimi, Schweden-Krimi, Klassikergemeinsam mit Maj Sjöwall schuf er von 1965-1975 die Dekalogie „Roman über ein Verbrechen“ und gilt als Vorreiter der Schweden-Krimis. Neu war hier die Darstellung einer realistischen Ermittlertätigkeit, bei der viele Beteiligte eine wichtige Rolle spielen. Bis dahin stand eher ein einzelner (genialer) Ermittler wie z. B. Sherlock Holmes im Vordergrund der Kriminalromane.
„Die Tote im Götakanal“ von 1965 ist der erste Teil der Reihe um Kommissar Martin Beck, die erfolgreich verfilmt wurde.

Dashiell Hammett (1894-1961)

Dashiell Hammett, Krimi, Klassiker, Der dünne MannAngestellter bei der berühmten Detektivagentur Pinkerton, gilt als Begründer des amerikanischen Kriminalromans (hardboiled novel – realistische, härtere Krimi amerikanischer Gangart). Bekannt sind vermutlich eher die Verfilmungen, die auf seinen Romanen beruhen, wie „Die Spur des Falken“ mit Humphrey Bogart.
„Der dünne Mann“ von 1934 war sein letzter Roman. Ein bisschen Screwball-Komödie mit exzentrischen und skurrilen Figuren.

Dorothy L. Sayers (1893-1957)

Dorothy L. Sayers, Ein Toter zu wenig, Krimi, KlassikerDie britische Crime-Lady schrieb Romane mit scharfsinnigen Milieustudien der 20er und 30er Jahre in England., die erst so richtigt in den 60ern wiederentdeckt. Ihre Lord-Peter-Wimsey-Romane sind durch eine BBC-Verfilmung einem breiten Publikum bekannt geworden. „Ein Toter zuwenig“ von 1923 ist dabei der erste Teil. Sayers war Mitbegründerin des „Detection Clubs“, deren Mitglieder einen Eid auf den „fairen“ Kriminalroman schworen. Das bedeutete, dass dem Leser alle Hinweise gegeben werden sollten, um den Kriminalfall selbst lösen zu können – Miträtseln par excellence.

Patricia Highsmith (1921-1995)

Patricia Highsmith, Krimi, Thriller, Klassiker, Die zwei Gesichter des Januarschrieb psychologische Kriminalromane, bei denen die Umstände und Motive, die einen Durchschnittsmenschen dazubringen eine Mord zu begehen, im Mittelpunkt stehen. Sie interessierte sich von frühester Kindheit an für die unterschiedlichsten psychischen Defekte beim Menschen.
Von ihr stammt übrigens auch ein Schreibratgeber „Suspense – oder wie man einen Thriller schreibt“.
„Die zwei Gesichter des Januar“ erschien 1964 und wurde vor ein paar Jahren mit Staraufgebot verfilmt.

 

Wie sieht es bei euch aus? Schaut ihr auch schon mal nach „alten Schinken“ oder sind euch die neuen Bücher lieber? Vielleicht konnte ich euch dazu verleiten dem einen oder anderen Krimi-Klassiker doch eine Chance zu geben!

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