Gedanken zum Bewertungssystem bei Rezensionen

Buch Herz

Schon seit ein paar Monaten diskutieren wir untereinander über das Bewertungssystem bei uns hier auf dem Blog. Dass es nicht nur uns so geht, zeigen die vielen Beiträge bei anderen Buchbloggern zum gleichen Thema.

Geschmäcker sind verschieden

Die Bewertung eines gelesenen Buches ist immer etwas sehr Persönliches, das ist sicher jedem klar, der irgendwo eine Rezension liest. So sollte es auch sein, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden: Was dem einen aus unterschiedlichsten Gründen nicht gefällt, ist für einen anderen das Non-Plus-Ultra und reißt zu Begeisterungsstürmen hin.

Diesem Problem kann natürlich niemand aus dem Wege gehen, weshalb wir bei Gerngelesen immer besonders großen Wert darauf legen, unsere Meinung anhand von Beispielen zu begründen. Mit einer Aussage wie „ist grottenschlecht“ oder „super toll, müsst ihr lesen“ kann man doch wenig anfangen, außer man kennt seinen Gegenüber so genau, dass man blind auf eine  Empfehlung vertrauen möchte.

Bewertung ist etwas sehr Persönliches…

Aber leider ist es eine persönliche Empfindung, warum einem manch ein Buch besser oder schlechter gefällt als ein anderes, und nicht immer so ganz genau in Worte zu fassen. Häufig ist es eben ein Gefühl, dass sich beim Lesen einstellt – oder auch nicht, dann berührt uns ein Werk manchmal eben einfach nicht.

…und nicht so leicht in ein Schema zu pressen

Das ganze Thema wird aus unserer Sicht um so schwieriger, wenn man eine Rezension schließlich auch noch in einem Bewertungssystem unterbringen muss. Oft diskutieren wir über die Anzahl der Punkte. Man weiß, das Buch ist nicht der Oberknaller, aber es hat mir doch gut gefallen. Sind das jetzt drei Sterne (von fünf)? Nein, zu wenig, es ist deutlich mehr als Mittelmaß. Also doch vier? Hm, da hatte ich letztens einen Roman, dem habe ich vier Sterne gegeben, aber dies hier ist etwas „schlechter“. Machen wir also jetzt „halbe“ Sterne? Ich denke, ihr seht das Problem.

Hinzu kommt auch die nach außen hin so deutlich sichtbare und nicht immer gerechte Einstufung. Manche Leser würden nie zu einem Buch greifen, das weniger als fünf Sterne bekommen hat, was sicher ein Fehler ist, wenn das Thema genau ihr Ding sein könnte. Für einen anderen aber wiederum ist es vielleicht zu hart oder zu brutal – trotz voller fünf Sterne.

Rezensionsexemplare als Problem?

Auch wir nehmen (gerne) Rezensionsexemplare von Verlagen oder Autoren an, allerdings nur, wenn uns keine Bedingungen gestellt werden und wir uns die Bücher selbst aussuchen können. In diesem Zusammenhang haben wir ebenfalls darüber nachgedacht, darauf gänzlich zu verzichten. Aber das ist natürlich auch eine Frage des Geldes, alle Bücher selbst kaufen zu müssen, ist doch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor für einen Buchblogger. Wir betreiben unseren Blog als Hobby und verzichten auf jegliche Affiliate-Links, aber auch unsere Ausgaben (z. B. auch für Domain und Webspace) müssen ja irgendwie gedeckt werden. Zudem ergibt sich oft auch ein netter Kontakt zwischen Verlag, Autor und uns, auf den wir nicht verzichten möchten.

Natürlich ist es uns aber auch schon passiert, dass wir für unsere Bewertungen kritisiert wurden. Bei der inhaltlichen Einschätzung haben wir damit überhaupt kein Problem, darüber kann man gerne diskutieren, aber manch Autor fühlte sich mit vier von fünf Sternen nicht genug gewürdigt und hat wohl eine volle Punktzahl erwartet (auch wenn das nicht so deutlich gesagt wurde). Was wieder die Frage aufwirft, wie viel die Höchstbewertung wert ist, wenn sie zu leichtfertig vergeben wird.

Klare und deutliche Meinung ohne Abschlusswertung

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, ab sofort das Bewertungssystem auf unserem Blog fallen zu lassen. Wir werden dabei aber jedoch nicht nur noch positive Rezensionen oder Empfehlungen veröffentlichen, wie einige andere Blogger, die sich auch mit dem Thema Bewertung auseinander gesetzt haben. Wir wollen ebenfalls vor Fehlgriffen warnen, denn auch das gehört zu unserem Buchblog. Ihr werdet also auf jeden Fall erkennen, ob wir dieses Buch empfehlen können oder eher davon abraten, aber uns wird das Leben damit ein wenig leichter 😉.

In letzter Zeit haben sich auch einige andere Blogger mit den Themen Bewertungssystem und (negativen) Rezensionen beschäftigt. Die folgenden Artikel fanden wir dabei besonders interessant und lesenswert. Wenn euch das Thema interessiert, schaut doch hier mal vorbei:

  • „Über positive Buchbesprechungen und Rants“ von Lesen in Leipzig: Schöne Gedanken auch zur Kritik in Rezensionen
  • Susanne von Das kleine große Glück hat sich entschieden, keine Bewertungen mehr zu geben und nur noch Empfehlungen vorzustellen
  • Sina von Sinas Geschichten betont die Ehrlichkeit bei der Erstellung von Rezensionen und spricht sich deshalb für positive und negative Bewertungen aus
  • Ein Beitrag von der Selfpublisher-Bibel beschäftigt sich mit der anderen Seite: Unter anderem zur Reaktion von Autoren auf Bewertungen
  • Auch interessant zu dem Thema: Auf der LBM gibt es dieses Jahr eine Podiumsdiskussion über Rezensionen, mehr Infos gibt es hier

P.S.: Nachdem in den Kommentaren die Frage aufkam, wie wir mit Rezensionen bei Amazon, Lovelybooks und Co. umgehen, bei denen man ja eine Bewertung geben muss: Auch wenn das nicht optimal ist, wollen wir nicht auf das Teilen unserer Rezensionen auf anderen Plattformen verzichten und werden dann eine Bewertung abgeben. Allerdings wird diese dann trotzdem nicht auf dem Blog auftauchen und damit nicht so stark präsent sein.

38 Gedanken zu „Gedanken zum Bewertungssystem bei Rezensionen

  1. Ich hatte mir zu Anfang auch überlegt eine Art „Sternesystem“ zu machen, aber ich bin auf dieselben Probleme gestoßen wie ihr. Irgendwann fängt man mit halben und (Gott bewahre) vielleicht sogar irgendwann mit Viertelsternen an und damit ist sowieso niemandem geholfen.

    Ich beschränke mich auf eine Abschlusswertung in meinem Fazit und in der folgenden Leseempfehlung, wo ich versuche aufzudröseln, welche Zielgruppen das rezensierte Buch gerne lesen könnte.

    Wichtig ist vor allem: Man muss einen Weg finden, mit dem man sich selbst wohl fühlt! 🙂

    LG Sina

    P.S.: Danke für die Verlinkung <3

    1. Genau, ich denke auch, das wichtigste ist eine gut begründetes Fazit am Ende der Rezension. Egal ob Bewertung oder nicht, das möchte ja eigentlich jeder lesen. 🙂 Eine Empfehlung für konkrete Zielgruppen finde ich aber auch eine schöne Idee. Manchmal mache ich das auch so „nebenbei“, aber ich könnte auch noch mehr darauf achten.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  2. Hallo Krissi,
    ein sehr interessanter Beitrag und ich kann eure Einstellung dazu gut nachvollziehen. Ich selbst würde zwar nie auf die Bewertung mit 1-5 Federn verzichten wollen, aber es werden ja immer mehr Blogger, die auf die Sterne verzichten. Mich halten zwei Gründe davon ab. Zunächst muss ich sagen, dass ich diese Probleme nicht habe, die genannt werden. ich weiß eigentlich immer, wieviele Federn ich geben möchte. Klar, ab und an schwankt man mal zwischen zwei Bewertungen, aber irgendwie fällt es mir nie schwer, mich für eine Richtung zu entscheiden. Zum zweiten brauche ich die Bewertung eh, da ich meine Rezensionen auch auf anderen Portalen einstelle und spätestens dann ist man eh gezwungen, sich für eine Bewertung zu entscheiden.
    Wie wollt ihr das zukünftig handhaben? Teilt ihr keine Rezensionen mehr bei Amazon, Lovelybooks, etc.?
    Viele Grüße
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,
      klar, die Einstufung fällt ja auch manchen leichter als den anderen 🙂
      Das mit Lovelybooks, Amazon usw. ist aber auch ein wichtiger Punkt, der uns zum Nachdenken gebracht hat. Wir haben uns aber entschieden, dort weiterhin unsere Rezensionen zu teilen, dann eben auch mit einer Bewertung. Dann müssen wir uns zwar doch auf eine Punkt/Sternezahl festlegen, aber es ist dann nicht so präsent wie auf dem Blog. Einerseits würde ich mir wünschen, dass man auch dort die Möglichkeit hat, keine Bewertung abgeben zu müssen. Andererseits schaue ich mir als Kunde auch gerne den Durchschnitt der Bewertungen an. Da gibt es leider keine so richtig optimale Lösung, glaube ich.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  3. Hallo Krissi,

    ich finde die Sterne-Bewertung auch immer ganz problematisch. Ich mache es nur da, wo ich es machen muss (zB bei LovelyBooks), aber auch eher ungern. Viel sinnvoller finde ich auch die ausführliche Kritikbeschreibung. Bücher können ja aus unterschiedlichen Gründen die gleiche Sternewertung kriegen. Vergleichbar wird es dadurch nicht. Andererseits kann man auch bei einer Beschreibung deutlich machen, ob man ein Buch eher empfiehlt oder eben nicht 😉
    Vielen Dank übrigens auch für die Verlinkung 🙂
    Viele Grüße
    Jennifer

  4. Hallo Krissi,
    vielen lieben Dank für´s Verlinken. Ich freue mich sehr darüber. Deinen Artikel finde ich sehr wichtig und das mit der ehrlichen Meinung ohne Abschlussbewertung gefällt mir. Ich hoffe, dass es viel mehr wieder in diese Richtung geht. Denn oft wird vergessen, wie viel Herzblut und Arbeit ein Autor in ein Buch gesteckt hat. Ich nehme mich da selbst nicht aus. „Gerngelesen“ ist übrigens ein total genialer Blogname. 😉
    Liebe Grüße,
    Susanne

  5. Hey 🙂
    ich find eure Entscheidung gut. Erst auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich mit einigen Buchbloggern die Diskussion, ob ein Wertesystem noch sinnvoll ist bzw. ob es das jemals war. Meinen Blog betreibe ich erst seit Mai 2017, demnach bin ich noch recht frisch dabei und wollte eigentlich auch ein Bewertungssystem einführen, doch habe mich letztendlich dagegen entschieden.
    Ich habe mich gefragt, was Sterne o.Ä. genau über ein Buch aussagen? Was macht ein Buch zu einem 5 Sterne Buch oder was zu einem 4 Sterne buch? Reicht es nicht aus, seine eigenen Meinung kundzutun und damit wars das dann? Diejenigen, die eine Rezension lesen, brauchen doch eigentlich keine Sterne, um zu sehen, ob ihnen das Buch durch die Rezension gefällt.
    Bei manchen Plattformen muss mans leider machen, wie bei NetGalley, Lovelybooks oder Goodreads. Find ich nicht so toll, aber da gehts letztendlich ja um eine gesammelte Wertung, dann ist es in Ordnung.

    Liebe Grüße

    Andrea

    1. Hallo Andrea,
      ich finde auch, die Rezension an sich sollte ja eigentlich viel mehr aussagen als die reine Bewertung. Das kann eine interessante Zusatzinfo sein, aber für uns ist das eben nicht entscheidend.
      Ich habe auch mal überlegt, ob ich es besser finde, wenn andere Plattformen keine Bewertung mehr fordern würden. Aber der Durchschnitt der Sterne gibt andererseits auch einen guten ersten Eindruck, das ist auch nicht völlig zu vernachlässigen. Auf dem Blog, auf dem es um unsere persönliche Meinung geht, finden wir das aber nicht so wichtig.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  6. Hallo ihr Zwei,
    ich beschäftige mich auch seit Ende des Jahres mit der Frage, ob meine Sterne-Bewertungen noch aussagekräftig sind. Aktuell habe ich es noch, aber in letzter Zeit stelle ich immer wieder fest, dass die Kategorisierung der Meinung in das Sternesystem sehr zeitaufwendig ist. Wie ihr schon geschrieben habt, man fängt an die Bücher untereinander zu vergleichen und an diesem Punkt wird es schwierig.

    Danke für diesen tollen Beitrag und auch die Verweise auf ähnliche Beiträge auf andere Blogs. Ich werde sie mir nach dem Kommentierwochenende sicherlich alle einmal genauer anschauen und dann für mich hoffentlich eine passende Entscheidung treffen, was ich mit meinem Bewertungssystem in Zukunft anfangen soll.

    Liebe Grüße
    Karo

    1. Hallo Karo,
      danke für deinen Kommentar. Ich denke, das Wichtigste ist, dass man selbst mit dem System gut zurecht kommt, egal ob mit Bewertung oder nicht. Ich hoffe, du findest eine Lösung, die für dich gut funktioniert 🙂

      Liebe Grüße,
      Krissi

  7. Hallo Krissi, hallo Corinna,

    Ich bin heute auf euren Blog gekommen, weil ihr euch mit dem Blog in der Liste von #litnetzwerk eingetragen habt. Also habe ich ein bisschen rumgestöbert und bin schließlich bei diesem Beitrag geblieben.
    Ob die Sternebewertungen noch aussagekräftig ist, damit habe ich mich während der Wortfindung meines Blogs mit beschäftigt. Persönlich kam ich zu der Meinung, dass ich in verschiedenen Kategorien Punkte vergebe, damit es einrodbar wird. Damit die Leute sehen, dass mir vielleicht die Figurenentwicklung gefallen hat, aber keineswegs der Schreibstil. Dass die Handlung so klasse war, aber vielleicht so gar nicht die Aufmachung, die vielleicht mit zu vielen Grammatik- und Rechtschreibfehlern versehen oder auch nicht gründlich gesetzt wurde.
    Für mich stand fest, dass ich zwar eine Empfehlung daraus machen werde (für jede Zielgruppe gibt es das richtige Buch), es aber dennoch nach meinem Empfinden so in den 5 Kategorien bewerte, als wäre der Leser gar nicht da.
    Ich finde, dass ihr eure Entscheidung nur eure Meinung zu verfassen, ohne sie in Sterne, Bücher (oder sonstiges) zu drängen, ziemlich gut durchdacht habt. Das ist das Besondere an den ganzen Buchblogs, dass nicht jeder sich so einzwängen lässt und genau einem Plan folgt. Deswegen ist es immer gut, so wie ihr es gemacht habt, dass ihr euch mit diesem Thema auseinandersetzt und auch zu einer Entscheidung gekommen seid, auch wenn diese nicht auf alle Plattformen anwendbar ist.
    Ich finde, man sollte jedes Buch gleich behandeln, sei es nun selbst gekauft, oder aber auch ein Rezensionsexemplar. Auch ich habe schon den einen oder anderen Autoren (von dem ich ein Rezensionsexemplar bekommen habe, aber auch einige Vertreterinnen, von denen ich das Buch mir selbst geholt habe) erleben müssen, der meint, dass ich doch sein Buch nicht so runtermachen kann. Ich hätte das Ganze falsch verstanden. Hätte es anders lesen, es anders denken müssen. Bei solchen greife ich mir immer nur kopfschüttelnd an den Kopf.
    Klar, es ist Arbeit ein Buch zu schreiben. Natürlich steckt da viel Herzblut drin, aber dennoch kann ich doch nicht einem Leser (was ich am Ende ja auch nur bin) vorschreiben, wie er das Buch zu empfinden hat. Es wird zwar gerne mal gesagt, dass Rezensionen, die eine geringe Sternebewertung haben, auch ebenso gern gesehen ist, aber wenn man dann darüber sich mit anderen austauscht, wird mir immer wieder bewusst, das man ziemlich schnell in „Gefällt mir“ und „Gefällt mir nicht“ eingeteilt wird und sich diese beiden verschiedenen Gruppen so gar nicht mehr unterhalten können auf sachlicher Ebene. Was ich schade finde, da ja hier gerade immer eine andere Sichtweise die eigene ebenso bestärken kann, oder aber man schließlich auch ein wenig anders über gewisse Punkte denken wird.

    So, das waren jetzt mal ein paar kleine Gedanken zu eurem Thema und bevor ich zu weit abschweife, belasse ich es dabei!

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Hallo Sarah,
      verschiedene Kategorien für Rezensionen sind auch eine schöne Idee, finde ich. Für mich persönlich wäre das glaube ich nichts, ich würde mich da bestimmt zu sehr verzetteln. Aber für den Leser ist so eine detaillierte Info natürlich auch sehr interessant.
      Und beim Thema Autoren sehe ich es genauso wie du: Ich respektiere die Arbeit des Autors wirklich total und eine nicht so tolle Bewertung ist ja kein persönlicher Angriff. Aber trotzdem kann ich es auch nicht ändern, wenn mir manche Aspekte nicht so gut gefallen haben. Deswegen freue ich mich immer, wenn Autoren entspannt reagieren, auch wenn die Bewertung nicht perfekt war.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  8. Ich verstehe die Überlegungen dazu sehr gut und vergebe auf meinem Blog seit einiger Zeit auch keine Punktewertungen mehr, sondern beschränke mich auf das Fazit, was es sowieso immer am Ende meiner Rezension gibt. Ob ich es weiterempfehle oder nicht, kann man daraus gut ablesen und das finde ich auch aussagekräftiger als ein reines „4/5 Sternen“. Auf anderen Plattformen teile ich meine Rezensionen selten, aber wenn doch, dann vergebe ich die Sterne dort nach Gefühl und hoffe, dass die Texte trotzdem noch gelesen werden und man sich nicht nur an der Durchschnittswertung orientiert (auch wenn das nicht unbedingt realistisch gedacht ist.)

    1. Hallo Jacquy,
      das sehe ich auch so, ein aussagekräftiges Fazit macht eine Rezension ja auch aus. Auf den anderen Plattformen merke ich auch selbst, dass ich manchmal nur schnell auf den Durchschnittswert schaue, aber eigentlich macht es ja viel mehr Sinn, ein paar Texte oder dann eben auch Rezensionen auf Blogs zu lesen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Krissi

  9. Hey!
    Ich kann eure Gedanken dazu gut nachvollziehen.
    Vor einiger Zeit habe ich mich dazu entschieden, Bücher in Kategorien einzuordnen, da es sich ja um den persönlichen Wert für mich handelt, das aber nicht heißen muss, dass ein Buch grundsätzlich schlecht oder super toll ist.
    Somit habe ich nun vier Kategorien – Liebling, Buchtipp, Zwischendurchlektüre, Fehlgriff, wobei die Begriffe ja eigentlich selbstredend sind. 🙂
    Dabei bin ich freier in der Wertung (komme ihr bei Amazon und Co. aber gezwungenermaßen nach), ein Liebling kann 4-5 Sterne, ein Buchtipp 3-5 und eine Zwischendurchlektüre auch 3-4 oder so haben, je nach dem.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    #litnetzwerk

    Hier gehts zu meinem System:
    https://trallafittibooks.com/2016/09/22/mein-bewertungssystem-2/

    1. Hallo Nicci,
      dein System finde ich auch eine schöne Lösung.
      Wir benutzen auch einen Empfehlungs-Tag auf dem Blog für Bücher, die uns besonders gut gefallen haben. Das werden wir auch weiterhin beibehalten, den empfehlen möchten wir einige Titel ja trotzdem weiterhin gerne.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  10. Hallo Krisi,
    ich kenne das ‚Problem‘ mit dem Bewertungssystem sehr gut und kann es auch nachvollziehen. Deswegen habe ich meines im September letzen Jahres abgeschafft. Und ich fahre wirklich gut damit. Natürlich ist jedem selbst überlassen, ob er mit oder ohne Bewertung arbeitet.

    Liebe Grüße
    Lilly

    1. Hallo Lilly,
      das habe ich jetzt auch schon von einigen Bloggern beim Litnetzwerk gehört, in letzter Zeit verabschieden sich wohl tatsächlich einige von ihrem Bewertungssystem. Schön zu hören, dass du damit gute Erfahrungen gemacht hast. 🙂
      Liebe Grüße,
      Krissi

  11. Huhu,
    Kerstin und ich machen uns auch immer wieder Gedanken zu dem Thema und eben weil auch wir unsere Rezensionen teilen wollen und man dann wieder vor eben jener Bewertungseinteilung steht, haben wir diese bislang noch auf unserem Blog. Ich mag sie aber grundlegend nicht, wie oft schwanke ich zwischen zwei Sternen und versuche abzuwägen. Wie oft werden 3 Sterne bereits als schlecht eingestuft? Ich wäre ja für eine komplette Abschaffung, denn auch der Überblick solch einer Gesamtbewertung wie bspw. bei Lovelybooks oder amazon ist verzehrt. Vielmehr sollte man sich einzelne Meinungen durchlesen um zu sehen ob einen selbst das Buch – die Geschichte – darin ansprechen könnte.

    1. Hallo Janna,
      gerade das mit den drei Sternen denke ich auch sehr oft. Ich selbst finde ein Buch mit drei Sternen oft gar nicht schlecht, sondern einfach eher durchschnittlich. Es war nett, konnte mich aber nicht total begeistern. Aber das wird ja vom Leser der Rezension (oder auch vom Autor) vielleicht ganz anders interpretiert.
      Wenn ich mir Bücher auf Lovelybooks & Co. anschaue, habe ich mir auch vorgenommen, demnächst mehr auf die einzelnen Meinung als auf den Durchschnitt der Bewertung zu schauen.
      Liebe Grüße,
      Krissi

  12. Moin,

    ich bin über das #litnetzwerk auf euren schönen Blog gestoßen und ich muss sagen, es gefällt mir richtig gut hier!

    Sehr interessante Gedanken!

    Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Sonntag und morgen einen guten Wochenstart!

    Herzliche Grüße von meinem Lieblingsleseplatz,
    Verena

  13. Das Thema ist wirklich in aller Munde und war auch für mich schon Stoff zum Grübeln. Am Anfang habe ich auch immer noch Bewertungen vergeben und recht Star nach einer vorgegebenen Struktur rezensiert. Mittlerweile schreib ich einfach darauf los, warum und was mich beeindruckte und um was es grob ging und was das Buch eventuella uch für mich transportierte und mache meist ein kleines Fazit dazu. Da geht dann klar hervor, ob ich es gut oder nicht so gut fande oder warum und die Bewertung spare ich mir auf dem Blog mittlwerweile aus genau den von euch genannten Gründen auch!

    glg Franzi

    1. Hallo Franzi,
      das finde ich auch schön, so eine spontane Meinung gibt ja doch meistens am besten wieder, wie man das Buch fand. Ein Fazit ist uns dabei auch immer ganz wichtig.
      Liebe Grüße,
      Krissi

  14. Ich habe mein Bewertungssystem in den Jahren auch immer wieder verändert. Zum Schluss bin ich dazu übergegangen das ganze sehr differenziert nach verschiedenen Kriterien zu bewerten, sodass der Leser selbst entscheiden kann ob ihn das an einem Buch stört was mich stört.
    Nach einem neuen Theme ist aber jegliches Bewertungssystem bei mir entfallen. Ich möchte darauf trotzdem nicht verzichten weil ich meinem Leser eine Orientierung geben will. Wenn er generell einen ähnlichen Lesegeschmack hat, kann er so schneller auf tolle Bücher stoßen die ihm eben auch gut gefallen könnten.
    Trotzdem habe ich mich nie instrumentalisieren lassen. Wenn einem Autor oder Verlag meine Meinung nicht gefällt, hat er eben Pech. Damit muss man rechnen, denn wie du auch schreibst ist eine Bewertung immer etwas sehr persönliches und individuelles.

    Viele Grüße
    Sascha

    1. Hallo Sascha,
      das Bewerten nach verschiedenen Kriterien habe ich jetzt auch schon bei einigen Bloggern vom Litnetzwerk gesehen. Ich glaube, ich persönlich würde mich dann aber irgendwann in den einzelnen Bewertungen verzetteln und wäre auch nicht so richtig zufrieden. Wir benutzen auch schon einen Empfehlungs-Tag und überlegen uns gerade, das noch ein wenig auszubauen. Denn eine schnelle Orientierung für den Leser finde ich auch wichtig, da gebe ich dir Recht.

      Liebe Grüße,
      Krissi

  15. Hallo!

    Ich hatte zu Beginn auch eine Sterne-Bewertungssystem auf meinem Blog ( nach goodreads), habe es aber inzwischen gelassen. Ich finde diese Systeme nicht grundsätzlich falsch, da sie gerade für Menschen die eher weniger lesen, eine gute Orientierung sein können. Gerade bei Amazon und goodreads finde ich es gut, dass hier gesagt wird, was eine gewisse Anzahl an Sternen zu bedeuten hat. Weniger gut ist jedoch, dass da jede Seite ihre eigene Interpretationen hat.

    Das Bewertungen subjektiv sind ist klar, allerdings ist das die ganze Rezension. Es ist ja keine Seltenheit, ein geliebtes Buch auch von jemandem nicht gemocht wird oder umgekehrt. Rezensionen können einem Leser nie etwas anderes zeigen, als die Wahrnehmung des Verfassers. Aber wie ihr schon sagt: Man muss eben durch Beispiele und Begründungen diese Wahrnehmungen den Lesern erklären können.
    Aber am Ende ist eine Rezension auch nur eine Bewertung in Sätzen.

    Ich finde es immer am Besten, wenn man einfach ein Fazit am Ende hat, dass kurz und knapp die wichtigsten Punkte der Rezension beinhaltet und aus dem deutlich wird, ob das Buch jetzt eher für gut oder schlecht befunden wurde.

    Liebe Grüße,
    Pia

    1. Hallo Pia,
      das stimmt, die ganze Rezension ist natürlich subjektiv. Aber gerade dadurch fällt es uns oft schwer, verschiedene Bücher miteinander zu vergleichen, weil so ein Sterne-System dann doch nicht die Tiefe bietet, um das differenzierter zu betrachten. Ich finde ein schönes und aussagekräftiges Fazit am Ende der Rezension auch am wichtigsten. 🙂

      Liebe Grüße,
      Krissi

  16. Liebe Krissi, liebe Corinna,
    da habt Ihr wirklich ein interessantes Thema angesprochen.
    Ich habe anfangs auch überlegt ein Bewertungssystem einzuführen, habe mich dann aber doch für eine freiere Variante entschieden, weil ich finde, dass die REsonanz die zwischen Buch und Leser während des Lesens entsteht, schwer in ein starres Bewertungssystem einzubinden ist.
    Liebe Grüße
    Isabel

    1. Hallo Isabel,
      genau, dass das Bewertungssystem zu unflexibel und starr ist, war für uns auch ein wichtiger Grund, uns dagegen zu entscheiden. Natürlich muss am Ende jeder selbst wissen, was am besten zu ihm passt. Aber ich finde auch ein frei geschriebenes Fazit inzwischen viel informativer.
      Liebe Grüße,
      Krissi

  17. Ein interessantes Thema, das viele Blogger bewegt.

    Für meinen neuen Blog habe ich es jetzt so gelöst, dass ich ein paar Sätze gesondert unter Empfehlung schreibe. Da verbalisiere ich dann ganz konkret, wen ich das Buch weshalb empfehlen würde. Oder eben nicht.

    Die Kategorien-Lösung kommt für mich persönlich nicht in Frage, weil zum Beispiel ein toller Schreibstil keinen miesen Inhalt rausreißen kann.

    Meine Rezensionen teile ich kaum noch, da ich Amazon und Co. keinen Content hinterherwerfen und dann womöglich noch von Google wegen Doppel-Content abgestraft werden will. Aber das ist eine persönliche Entscheidung.

    1. Hallo Elena,
      das ist eine gute Idee, eine abschließende Empfehlung oder ein Fazit gesondert zu kennzeichnen, damit es dem Leser auch auf jeden Fall auffällt.
      Stimmt, auch bei den Kategorien ist man sehr schnell bei individuellen Faktoren. Während für manche eine höhere Spannung einen nicht so guten Schreibstil aufwiegt, mag das für andere nicht so sein.
      Liebe Grüße,
      Krissi

  18. Hi!

    Das hab ich jetzt auch schon bei vielen gesehen und finde das eine super Idee!
    Schließlich ist es mit Punktebewertung auch nicht immer getan – sollte ja alles irgendwie begründet sein und das geht mit Worten numal immer ein bisschen leichter.

    Ich mach es eigentlich schon immer so, dass ich das Buch nicht im Gesamten mit einer Punktzahl bewerte, sondern viel mehr auf die einzelnen Bereiche eingehe:
    Story, Charaktere, Schreibstil und auch Cover zur Geschichte passend, werde von mir dann entsprechend beurteilt.
    Aber ich hoffe, es ist trotzdem allen klar, dass das Fazit eigentlich viel wichtiger ist!

    Liebe Grüße
    Itchy

  19. Hallo ihr zwei!

    Diesen Gedanken haben ich schon auf einigen Blogs verfolgt. Ich verstehe zwar, dass einige Schwierigkeiten haben Bücher zu bewerten, vor allem in diesem 1-5 Punkte-System, muss aber sagen, mir fällt es nicht sonderlich schwer. Das meiste versuche ich einfach schon in mein Fazit oder in die Meinung an sich mit einfließen zu lassen. Die Punkte sind dann eben nur der letztendliche Stand meiner Gesamtbewertung 🙂

    LG Lia!

  20. Hallo ihr beiden,

    ein sehr interessanter Beitrag. Ich kann eure Gedanken gut nachvollziehen und habe mir zu der Thematik auch schon öfters Gedanken gemacht. Ich hatte mich am Anfang für ein 10 Punkte System entschieden, weil ich das für mich besser fand als 5 Sterne. Ich brauche eine Möglichkeit um so etwas wie halbe Sterne zu geben. Es stört mich immer, dass das bei Amazon und Goodreads nicht möglich ist. Mittlerweile überlege ich aber mein Bewertungssystem ganz abzuschaffen, weil ich manchmal schwierig finde Bücher in diese Bewertungskategorien zu packen. Ich habe teilweise Bücher mit der selben Bewertung, die ich trotzdem nicht gleich gut finde. Außerdem finde ich, dass eine Bewertung nicht unbedingt notwendig ist. Wenn die Rezension aussagekräftig ist, sollte eigentlich klar sein wie man das Buch findet.

    Liebe Grüße
    Elisa

  21. Hallo,
    ich finde eure Betrachtung sehr stimmig. Bücher enthalten Geschichten, die einen berühren oder halt nicht. Ich habe auf meinem Blog von Anfang an keine Bewertung in Zahlen oder Mengen ausgedrückt, weil fünf Sterne oder was auch immer einfach keine Aussage haben. Ich tue mich auch immer wieder schwer, wenn ich auf anderen Portalen dazu gezwungen bin ein Buch einzustufen. Für mich ist ein Buch gut, wenn ich gut unterhalten wurde, es sich flüssig lesen lässt und ich mich ins Thema gut ein denken konnte. Aber wie soll man das in Noten ausdrücken?
    Im Mathe Studium hatten wir eine ganz klare Interpretation für unsere Noten. Mit einer vier hatten wir eine Klausur bestanden, das war gut und gut ist auch schon fast eine eins. So war ich mit einer vier glücklich.
    Es kann demnach auch eine zwei Sterne Bewertung gut sein. Es liegt ganz im Sinne des Betrachters. Ich lese übrigens bei Amazon am liebsten die 1 Sterne Bewertung, weil dort was steht was mich interessiert und ob das für mich ein Hinderungsgrund ist oder nicht.
    Vielen Dank für euren Beitrag.
    LG Kerstin

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