„Die Feuer von Arknon“ – klassische Fantasy mit vielen Drachen

Im dritten Teil der Drachenflüsterer-Saga „Die Feuer von Arknon“ suchen Ben und seine Freunde nach einer geheimnisvollen Waffe, um den mächtigen Orden zu besiegen. Das könnte ein bisschen spannender sein, ist aber eine schöne Geschichte in einer fantastischen Welt.

Drachenflüsterer Feuer von ArknonTitel: Der Drachenflüsterer – Die Feuer von Arknon

Autor: Boris Koch

Genre: Fantasy

Reihe: Drachenflüsterer-Saga, Teil 3

Verlag: Heyne

Seiten: 430

Erscheinungsjahr: 2017

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Ihr könnt es z. B. hier bei Thalia kaufen.

Es geht doch nichts über ein bisschen klassische Fantasy mit ein paar Drachen, oder? Das dachte ich mir jedenfalls, als ich das Rezensionsexemplar vom „Die Feuer von Arknon“ erhalten habe. Leider ein bisschen zu früh gefreut, denn das ist schon der dritte Teil der „Drachenflüsterer“-Saga. – die anderen Bände habe ich aber noch nicht gelesen. Da habe ich mich ein bisschen von dem schönen Cover begeistern lassen und nicht so genau nachgeschaut. Trotzdem habe ich mich gut in das Buch eingefunden und wurde nicht enttäuscht. Der dritte Band der Saga erzählt eine solide Fantasy-Geschichte und natürlich mangelt es auch nicht an Drachen.

Drachen & Menschen – nicht alle gleich sympathisch

Im Mittelpunkt der Handlung stehen der bereits aus den anderen Teilen bekannte Drachenflüsterer und eine Freunde, die gemeinsam gegen den Orden des Großtirdischen Reiches Widerstand leisten und die Unterdrückung der Drachen verhindern wollen. Ben hat die besondere Gabe, Drachen zu heilen und ist eher widerwillig der Anführer der Truppe, die sich auf eine Insel zurückgezogen hat. Gleichzeitig lernen wir aber auch Cathe kennen, die mit ihrer Freundin Sinje einen Blutpakt schließt: Gemeinsam wollen sie den Tod von Sinjes Bruder rächen, für den sie die Drachen verantwortlich machen. Dafür melden sie sich freiwillig als Jungfrauen beim Orden, die als Köder die Drachen anlocken sollen.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den Perspektiven von Ben und Cathe hin und her, bis die beiden schließlich aufeinander treffen. Das sorgt für ausreichend Abwechslung und die Einführung einer neuen Figur hat auch mir als Quereinsteiger in der Serie genug Erklärungen geboten, um mich in der Fantasy-Welt zurecht zu finden. Insbesondere den Charakter von Cathe fand ich dabei sehr sympathisch, mit Ben bin ich dagegen nicht so richtig warm geworden. Wie seine Freunde auch häufig anmerken, ist er in einigen Dingen ziemlich naiv und unbedacht. Das ist eigentlich typisch für eine Figur, die noch jung ist und Jugendliche ansprechen soll. Ich selbst kann damit aber nicht so viel anfangen und konnte mich deswegen eher für die Nebenfiguren wie Bens Freundin Anula begeistern.

Und dann sind da natürlich noch die Drachen: Es gibt eine ganze Menge von ihnen mit ganz schön langen Namen – und sie können sprechen. Das hat mich am Anfang ein bisschen irritiert, auch wenn das Konzept ja nicht völlig neu ist. Insbesondere die Drachen sorgen mit ihren Bemerkungen aber auch immer wieder für die richtige Prise Humor. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie in verschiedenen Formen auftauchen und sich den Elementen ihrer Umgebung anpassen.

Schönes Setting, teilweise etwas langatmig

Die Handlung insgesamt fand ich mäßig spannend – es kommt zu einigen dramatischen Auseinandersetzungen, gerade am Ende flaut es aber ein bisschen ab. Aber das Buch will ja auch kein Thriller sein, deswegen bin ich damit eigentlich ganz zufrieden. Ein paar mehr Wendungen, die nicht so leicht vorhersehbar sind, hätten aber trotzdem nicht geschadet. Die Welt des Großtirdischen Reiches bietet viel Potential, das teilweise auch genutzt wird, zum Beispiel mit Eiswelten oder Vulkanen. Aber das Konzept, dass die Gruppe hauptsächlich auf einer Insel verweilt und nur immer wieder zum Festland aufbricht grenzt hier den Rahmen etwas stärker ein, als wenn es z.B. auf eine große Reise quer über den Kontinent geht. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das bereits in den anderen Bänden der Reihe abgedeckt wurde.

Mein Fazit: Es hat mir Spaß gemacht den dritten Teil des Drachflüsterers zu lesen. In vielen Aspekten ist es ein klassischer Fantasy-Roman und wer wie ich gerne Drachen mag, ist hier gut aufgehoben. Ein bisschen mehr Tiefgang an der einen oder anderen Stelle hätte dem Buch aber aus meiner Sicht gut getan, dann hätte das Potential der Geschichte noch besser genutzt werden können.

Gerngelesen: 📚📚📚3 von 5

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