A. Sanders: Mein Herz ist eine Insel – mehr, als erwartet

Titel und Cover von Anne Sanders „Mein Herz ist eine Insel“ lassen eigentlich auf eine seichte Sommerlektüre schließen. Aber der Roman bietet deutlich mehr Tiefe, als es auf den ersten Blick scheint. Für Fans von Schottland und Liebesromanen, die auch Spannung und Dramatik lieben. Empfehlung!

#Werbung: Da ich diesen Titel im Rahmen der „Hello Sunshine“-Kampagne des Blanvalet-Verlages gelesen habe, bin ich verpflichtet, diesen Blogpost so zu kennzeichnen. Ich kann euch aber versichern, dass meine Begeisterung für das Buch ehrlich ist!

Cover zu Anne Sanders: Mein Herz ist eine InselTitel: Mein Herz ist eine Insel

Autor: Anne Sanders

Genre: Liebesroman

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl der Printausgabe: 384 Seiten

Erscheinungsdatum: 27. März 2017

 

Isla Grant steht vor den Trümmern ihres Lebens. Vom langjährigen Freund Eric verlassen, ohne Job und Wohnung, kehrt sie auf ihre kleine schottische Heimatinsel zurück. Die Begegnung mit Vater und Geschwistern, die sie das erste Mal nach sechs Jahren wiedersieht, ist nicht von gegenseitiger Freude geprägt. Als Isla auch noch auf ihren Jugendfreund trifft, dem sie neben der Insel vor zehn Jahren ebenfalls den Rücken gekehrt hat, will sie eigentlich nur wieder weg von hier. Aber irgendetwas hält sie doch auf Bailevar. Dann taucht noch ein geheimnisvoller Fremder auf…

Isla Grant erscheint zunächst als junge Frau, die nicht so recht weiß, was sie will. Als sie vor zehn Jahren die Enge ihrer kleinen Insel verließ, blickte sie nicht zurück. Als Leser fragt man sich, was sie jetzt wieder in ihr Elternhaus treibt. Aber im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wir mehr über ihre schwierigen Familienverhältnisse: Ihre Mutter, die Mann und Kinder verlassen hat, aber auch  das komplizierte Verhältnis Islas zu ihrem Vater, wird besser erklärt. Ihre Zerrissenheit zwischen den beiden Männern in ihrem  Leben, dem alten Jugendfreund und dem neuen geheimnisvollen Fremden, bietet schon Spannung.

Dramatik, Spannung, Mystik

Die Handlung wird im Wechsel aus Sicht von Isla erzählt, was große Teile des Buches einnimmt. Gelegentlich wird in die Perspektive von Finn, Islas Jugendfreund geswitched, wodurch wir ebenfalls einen Einblick in seine Gefühlswelt erhalten. Unterbrochen wird die aktuelle Handlung jedoch durch eine in Häppchen erzählte alte Legende, die sich um eine verschwundene Insel und eine unerfüllt Liebe zwischen einem Menschen und einer Selkie dreht. Mysteriöse Dinge geschehen aber auch in der heutigen Zeit in vielfältiger Art auf der Insel Bailevar.

Der Roman von Anne Sanders führt uns durch Höhen und Tiefen. Humorvolle Augenblicke wechseln sich mit dramatischen Wendungen ab, wobei die Gesamtatmosphäre eher düster als freundlich-heiter ist. Auch wenn es genretypisch ein Happy End gibt, kann man bis dahin doch ein paar Tränchen vergießen, denn auch traurige Momente sind enthalten.

Mehr bekommen, als erwartet

Ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich überrascht. Nach dem Cover und Klappentext hatte ich eigentlich eine unterhaltsame, sommerlich-angehauchte Lektüre erwartet. So wird der Roman auch als „Wohlfühlbuch“ beworben. Dem kann ich nicht so recht zustimmen, denn ich denke, dass bei manchen einem Leser so falsche Vorstellungen erweckt werden. Die kleine schottische Insel mit stürmischem Klima und rauen Menschen hat wenig von einem Sommerurlaub. So gut mir das Cover vom Bild her auch gefällt, hätte ich mir hier etwas Passenderes gewünscht. Man tut dem Buch von Anne Sanders Unrecht, wenn man es in eine Reihe mit den reinen, seichten Liebesromanen stellt.

Fazit: Was zunächst wie ein leichter (und seichter) Liebesroman wirkt, nimmt im weiteren Verlauf des Buches deutlich mehr Fahrt auf und gewinnt an Tiefe. Dramatische Entwicklungen erzeugen Spannung. Lesetipp!

Ihr könnt das Buch zum Beispiel hier bei Thalia kaufen.

Gerngelesen: 📚📚📚📚 4 von 5

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