Archiv für den Monat: Juni 2017

#Litcamp17 – eine große Überraschung

So, hier kommt jetzt auch nochmal mein persönliches Fazit zum Literaturcamp in Heidelberg. Was das genau ist, wie wir dahin gekommen sind und warum wir fast doch nicht hingefahren wären, könnt ihr hier im letzten Beitrag von Corinna nachlesen. Hier möchte ich jetzt noch einmal erzählen, wie es aus meiner Perspektive abgelaufen ist und was meine persönlichen Highlights waren. #Litcamp17 – eine große Überraschung weiterlesen

#litcamp17 – eine Wundertüte

Irgendwann im Januar diesen Jahres habe ich irgendwo vom Literaturcamp gelesen. Krissi und ich sind ja recht neu in der (öffentlichen) Bücherwelt, deshalb kannte ich solche Veranstaltungen nicht. Klang aber spannend, nur leider waren alle Tickets bereits ausverkauft. Mega schade, denn Heidelberg ist für uns beide gut zu erreichen, der Anreiseaufwand somit niedrig, Kosten gering – eigentlich alles genau passend. Die Ticketseite des Literaturcamps Heidelberg habe ich aber trotzdem voller Hoffnung im Auge behalten, und tatsächlich gerade Glück gehabt, als neue Karten freigeschaltet wurden – ohne, dass ich davon über Twitter oder Facebook gehört hätte. Ich habe das dann als Fügung gesehen, Krissi angerufen und sie überredet (ging erstaunlich schnell) und die Tickets gekauft. Die Freude war groß! Wie Krissi das Ganze wirklich gesehen hat, könnt ihr in ihrem eigenen Bericht hier nachlesen. #litcamp17 – eine Wundertüte weiterlesen

[Rezension] Carine Bernard: Pater Noster

Titel: Pater Noster

Autor: Carine Bernard

Genre: Krimi, Romantik

Verlag: Indie

Seitenzahl der Printausgabe: 230 Seiten

Erscheinungsdatum: 24.06.2016

 

Deborah, Praktikantin in der Werbebranche, hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Als ihr neuer Chef Interesse an ihr zeigt, beginnt sie eine heiße Affäre mit ihm. Doch dann geschieht ein Mord in der Agentur, ihr Chef wird verhaftet und auch ihr Ex-Freund gerät unter Verdacht. Und was hat es mit dem großen roten Auge auf sich, das auf einmal überall in der Stadt auf Plakaten auftaucht? Gibt es einen Zusammenhang mit dem Armband aus Pater-Noster-Perlen, das Deborah als geheimnisvolles Päckchen erhalten hat? [Rezension] Carine Bernard: Pater Noster weiterlesen

[Rezension] Paige Toon: Einmal rund ums Glück

Titel: Einmal rund ums Glück

Autor: Paige Toon

Genre: Liebesroman

Verlag: Fischer/Ebook

Seiten: 464

Erscheinungsjahr: 2011

 

Nachdem ich in letzter Zeit einige Liebesromane gelesen und auch rezensiert habe, von denen ich nicht so begeistert war, hatte ich jetzt mal Lust, euch ein Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen vorzustellen. Schon zu Schulzeiten habe ich das erste Mal einen Roman von Paige Toon gelesen, nämlich „Lucy in the Sky“, den ich bis heute am liebsten mag. Dann fing ich an, die englischen Ausgaben der anderen Bücher mit einer Mitschülerin zu tauschen, damit wir unser Englisch ein bisschen verbessern konnten – und kürzlich bin ich dann wieder auf die deutsche Ausgabe von „Chasing Daisy“ gestoßen – übrigens mal wieder ein gutes Beispiel, wie schlechte viele Titel ins Deutsche übersetzt werden.

„Einmal rund ums Glück“ handelt von Daisy, die im Catering für einen Formel-1-Rennstall arbeitet und für ihren Job mit dem gesamten Team zu Rennen rund um die Welt reist. Durch ihre aufregende Arbeit lernt sie auch einen der Rennfahrer näher kennen und verliebt sich in ihn, obwohl er eine Freundin hat. Und dann gibt es noch ein Geheimnis aus Daisys Vergangenheit, das sie niemanden erzählen kann – bis es plötzlich einer der anderen Fahrer, den sie so gar nicht leiden kann, herausfindet.

Ich mag – wie bei eigentlich allen Büchern von Paige Toon – den lockeren Schreibstil und die witzigen Dialoge zwischen den Charakteren. Die Geschichte liest sich leicht und bringt keine besonders überraschenden Wendungen, wird teilweise aber auch mal etwas dramatischer und ernster. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Büchern, in denen es um Mädchen in alltäglichen Situationen mit einem ganz „normalen“ Leben geht, gefallen mir hier besonders die abwechslungsreichen und farbenfrohen Beschreibungen der Autorennen auf allen Kontinenten. Und man muss kein Formel-1-Fan sein, um bei den Rennen in der Nebenhandlung ein bisschen mitzufiebern.

Besonders nett finde ich es auch, dass Daisy eine Figur ist, die bereits in Paige Toons Roman „Du bist mein Stern“ kurz auftauchte und auch in diesem Buch ist die Hauptfigur für einen ihrer anderen Romane („Sommer für immer“) bereits versteckt. So sind alle ihre Bücher miteinander verbunden, was für mich vor allem beim zweiten Lesen ein netter Nebeneffekt war.

Insgesamt gibt es also von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch, stellvertretend für die meisten Titel von Paige Toon, wobei ich euch vor allem die älteren ans Herz legen würde. Für fünf Bücherpunkte hat es dann doch nicht ganz gereicht – nicht, weil ich so richtig etwas auszusetzen hätte, sondern weil ich ein paar andere Bücher in dem Genre doch noch einfach ein bisschen besser finde.

Gerngelesen 📚📚📚📚 von 5

[Hörbuch-Rezension] John Katzenbach: Die Grausamen

Titel: Die Grausamen

Autor: John Katzenbach

Serie: Ermittler-Duo Gabe & Marta, Teil 1

Genre: Psychothriller

Verlag: Argon Hörbuch
Spieldauer: 14 Std. 37 Min. (ungekürzt, exklusiv bei Audible)
Sprecher: Uve Teschner
Erscheinungsdatum: 3. April 2017

Die beiden Ermittler Marta und Gabe (er Alkoholiker, sie hat aus Versehen ihren Partner erschossen) werden strafversetzt und als „Quasi-Partner“ in das „Verlies“ abgeschoben. Dort sollen sie sich mit alten Fällen beschäftigen, gedacht ist dies lediglich als Beschäftigungstherapie. Einige Cold Cases scheinen jedoch seltsam. Als sie ihren Vorgesetzten davon berichten, werden sie abgeblockt. Doch nun wird das Ermittlerduo erst recht neugierig und forscht auf eigene Faust nach. Tessa, ein junges Mädchen, ist vor zwanzig Jahren spurlos verschwunden. Marta und Gabe vermuten einen Zusammenhang und geben keine Ruhe. Aber irgendjemand will die Nachforschungen mit aller Macht verhindern…

Auf der Suche nach einem spannenden Hörbuch habe ich mich bei Audible umgesehen und bin auf den neuen John Katzenbach gestoßen. Von ihn kenne ich bereits einige Thriller. „Der Professor“ hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen. Also habe ich zugegriffen, besonders da dieses Hörbuch von Uve Teschner gelesen wird, den ich als Sprecher ebenfalls sehr gerne mag.

Bei dem Psychothriller handelt es sich um den Auftakt einer Reihe um die Ermittler Gabe und Marta. So erfährt der Leser am Anfang, dass Gabe sich schuldig fühlt am Tod seines Schwagers, seine Ehe dadurch zerbrochen ist und er sich dem Alkohol hingibt. Die Versetzung in die Abteilung der Cold Cases ist seine letzte Chance. Marta erging es nicht besser. Auch sie wird in dieser Abteilung, von beiden „Das Verlies“ genannt, ruhig gestellt, da sie bei einem Schusswechsel aufgrund einer Verwechslung ihren Partner erschossen hat.

Die Story baut sich langsam auf, ist aber durchaus mitreißend und nicht langweilig. Ständig gibt es neue Erkenntnisse im Fall der „verschwundenen Tessa“, die den Leser aber häufig auf eine falsche Fährte führen. Überhaupt durchschaut man die Verwicklungen nur sehr schwer, wie von John Katzenbach gewohnt.

Leider hat mich das Ende trotz der vorhandenen überraschenden Auflösung doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Entweder habe ich nicht alles verstanden – was natürlich auch möglich ist 😉 – oder es sind doch nicht alle Handlungsstränge aufgelöst worden, was ich nicht so gerne mag.

Fazit: Spannender Psychothriller mit vielen Verwicklungen und Überraschungen, leicht schwaches Ende, toller Sprecher, tolles Hörbuch

Gerngelesen: 📚📚📚📚 von 5