[Rezension] Heather O Lance: Sole e Mare

Titel: Sole e Mare

Autor: Heather O Lance

Genre: Krimi

Verlag: Personal Novel (Taschenbuch)

Seitenzahl: 205 Seiten

Erscheinungsdatum: wann ihr wollt!

 

Die Protagonistin (alleinerziehend mit Teenager-Tochter) wird von ihrer Freundin gebeten, für ein Jahr ihr Restaurant in Sizilien zu übernehmen. Da sie gerade selbst eine private Krise hinter sich hat, ergreift sie die Gelegenheit, sich gemeinsam mit ihrer Tochter eine Auszeit mit Sonne, Strand und italienischen Flair zu nehmen.
Nachdem die beiden sich eingewöhnt haben, fallen ihnen einige Merkwürdigkeiten im Restaurant auf. Zunächst erscheinen die Mafia-Theorien der Tochter etwas weit hergeholt, aber als dann eines Nachts tatsächlich ein Mord geschieht, sieht alles ganz anders aus und die beiden befinden sich in großer Gefahr.

Euch ist sicherlich aufgefallen, dass in der Inhaltsangabe keine Namen genannt werden. Es handelt sich hier nämlich um eine sogenannte „Personal Novel“, das heißt einen personalisierten Roman. So können in dieser vorgegebenen Geschichte neben den Namen der Haupt- und vieler Nebenfiguren auch etliche Eigenschaften verändert und somit an die Persönlichkeit der Figur angepasst werden. Bei den beiden Hauptfiguren Mutter und Tochter sind dies z. B. Vor- und Nachname, Augen- und Haarfarbe, aber auch speziellere Dinge wie Lieblingsfarbe, -eissorte, -parfüm oder der Kosename, den die Mutter der Tochter immer gibt. Dadurch, dass auch die Nebenfiguren, wie z. B. der Ex-Freund der Mutter oder die Freundin der Tochter in Deutschland, angepasst werden können, lässt sich wirklich eine sehr persönliche Geschichte gestalten. Das gesamte Buch kann mit einer Widmung oder einem eigenen Foto als Coverbild noch weiter verändert werden. So wird das Lesen dieses Romans zu einem ganz besonderen Erlebnis!

Inhaltlich ist dieser Krimi deutlich besser, als ich erwartet habe. Ich dachte, es handele sich lediglich um „Füllstoff“ für die Personalisierung, aber die Geschichte ist durchaus spannend. Natürlich werden hier Klischees wie Mafia und Sizilien herangezogen, aber wer genau hinter allem steckt, bleibt lange verborgen. Während des Lesens habe ich immer wieder vergessen, dass es sich um eine personalisierte Geschichte handelt, und so bin ich oftmals zusammengezuckt, wenn mein Name fiel, besonders der eigene Nachname begegnet einem doch eher selten in einem Buch.

Ich bin wirklich begeistert von diesem Geschenk und der Ausführung dahinter. Natürlich braucht es etwas Überlegung und auch Zeit, um ein solches Buch so individuell zu gestalten. Will man wirklich etwas Besonderes für den Beschenkten, so geht das nicht auf die Schnelle. Wenn man sich die Mühe aber macht, so finde ich, ist das eine tolle Geschenkidee für jede Leseratte. Und ich meine dabei wirklich jeden, denn die Themenauswahl ist groß: neben Krimis, Liebesromanen, Science Fiction und Mystery gibt es sogar Klassiker der Weltliteratur wie „Oliver Twist“ und „Der Prozeß“. Meine Ausgabe war ein Taschenbuch, das auch recht hochwertig aufgemacht war, aber man kann ebenfalls zum Hardcover greifen.
Solltet ihr also ein Geschenk für einen einen Bücherwurm suchen, schaut euch doch einmal die Seite von „Personal Novel“ hier an.

Mein Fazit: absoluter Geschenktipp, wenn ihr euch ein wenig Arbeit macht!

Gerngelesen: 📚📚📚📚📚 von 5 (für das Gesamtpaket)

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