Ein Elefant für Inspektor Chopra – Tierischer Cozy Krimi in Indien

„Ein Elefant für Inspektor Chopra“ ist ein schöner Cozy Krimi vor einer bunten indischen Kulisse – und natürlich mit einem bezaubernden Elefanten.

Ein Elefant für Inspektor ChopraTitel: Ein Elefant für Inspektor Chopra

Autor: Vaseem Khan

Genre: Krimi

Verlag: Ullstein/E-Book

Seiten: 336

Erscheinungsjahr: 2017

 

Im Rahmen unserer „Reise durch die Genres“-Challenge haben wir uns den Kriminalroman als Genre für den Februar ausgesucht. Damit wird unsere Challenge für mich das erste Mal zu einer kleinen Herausforderung, denn Krimis lese ich wirklich selten. Trotzdem war ich ganz begeistert, als ich diesen Titel entdeckt habe.

Ermittlung mit Elefant

In „Ein Elefant für Inspektor Chopra“ erbt der frisch pensionierte Inspektor völlig unverhofft einen jungen Elefanten. Und dann ist da noch ein Todesfall an seinem letzten Tag im Dienst, der ihm keine Ruhe lässt. Chopra und Ganesha, wie er den Elefanten tauft, beginnen auf eigene Faust mit ihren Ermittlungen. Und ja, der Elefant ist tatsächlich (fast) immer mit dabei und hilft dabei den Mörder zu finden.

Ein Elefant für Inspektor Chopra

Die Aufklärung des Verbrechens führt Chopra und seinen tierischen Begleiter quer durch Mumbai. Die Lösung des Kriminalfalls ist spannend und abwechslungsreich. Vielleicht hätte ein erfahrener Krimileser das nicht so fesselnd gefunden, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Vor allem die Geschichte um den kleinen Elefanten ist niedlich und hat viele erfrischende Elemente. Trotzdem deckt Inspektor Chopra gerade in der zweiten Hälfte des Buches ein immer weiter verworrenes Geflecht aus kriminellen Machenschaften auf. Das erhöht die Spannung, obwohl man hier eher nicht mit rasanter Action rechnen sollte.

Ein bisschen Kultur & charmant verpackte Kritik

Aber auch Inspektor Chopra selbst und seine Frau Poppy sind sympathische Charaktere. Während die Handlung weiter fortschreitet, erfährt man immer mehr über die Vergangenheit der beiden, zum Beispiel warum sie keine Kinder haben und wie sie damit umgehen. Außerdem kritisiert der Roman immer wieder verschiedene Aspekte der indischen Gesellschaft. wie zum Beispiel die allgegenwärtige Korruption. Auch wenn das nicht im Vordergrund steht, ist es immer wieder auf eine witzige und charmante Weise in die Handlung eingeflochten. Obwohl oder gerade weil ich mich nicht gut mit der indischen Kultur auskenne hatte ich hier das Gefühl, dass sie mir durch den Roman ein bisschen näher gebracht wurde.

Fazit: Leichter, farbenfroher Krimi

Obwohl die Geschichte ab und zu einige Längen hat, hat mir „Ein Elefant für Inspektor Chopra“ sehr gut gefallen. Leider habe ich es im Krimi-Februar nicht mehr geschafft, den gerade erschienen zweiten Teil „Inspektor Chopra und der Juwelenraub“ zu lesen, es steht aber auf jeden Fall auf meiner Liste. Wenn ihr einen leichten, unterhaltsamen Krimi lesen wollt und den indischen Subkontinent (oder einfach nur Elefanten) mögt, könnt ihr hiermit nichts falsch machen. Spannende Ermittlungen treffen hier auf eine liebevolle und farbenfrohe Geschichte.

5 Gedanken zu „Ein Elefant für Inspektor Chopra – Tierischer Cozy Krimi in Indien

  1. Hallo Krissi,

    ich hatte von dem Buch zuvor noch nichts gehört, aber das klingt wirklich gut.
    Danke für die Rezension. Der Roman ist gleich auf meine Leseliste gewandet.

    Liebe Grüße
    Elisa

  2. Liebe Krissi, ich liiiiiebe Cozies! Und Indien finde ich auch faszinierend, da kommt dieses Buch definitiv auf meine „Lesen-Will“-Tapetenrolle! Vielen Dank für die Vorstellung (bin über Mikkas Kreuzfahrt hier gelandet)!

  3. Huhu!

    Cozy Krimi und Indien, das ist mal eine ungewöhnliche Mischung! Das muss ich mir mal vormerken, das reizt mich auch als Krimi-Vielleser. 🙂 Gerade, wenn man viele Krimis liest, hat man irgendwann die Standard-Ermittler und -Serienmörder über.

    LG,
    Mikka
    Mikka liest von A bis Z

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