Venezianische Liebe – so wird das nichts mir uns!

Wir begleiten in diesem Frauenroman von Gisa Pauly Maria bei den Vorbereitungen zur Hochzeit ihrer Tochter in Venedig. Dabei trifft sie auf einen totgeglaubten Freund, mit dem sie eine turbulente Vergangenheit verbindet. Zu einer venezianische Liebe konnte mich dieser Flop nicht verleiten…

Cover Gisa Pauly Venezianische LiebeTitel: Venezianische Liebe

Autor: Gisa Pauly

Genre: Frauenroman

Verlag: Pendo Verlag (Piper)

Seitenzahl der Printausgabe: 318 Seiten

Erscheinungsdatum: 3. Juli 2017

 

Maria reist voller Vorfreude nach Venedig, denn ihre Tochter hat ihr die Vorbereitungen für die Hochzeit überlassen. Dabei begegnet sie einem Geiger, den sie von früher kennt. Aber ist Leander nicht vor Jahren bei dem großen Tsunami in Thailand ums Leben gekommen? Bisher hat dies jeder geglaubt, aber Maria ist sich sicher, dies ist Leander! Ein turbulentes Verwirrspiel beginnt, bei dem Geheimnisse und Intrigen eine große Rolle spielen.

Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks gewonnen. Ich hatte mich eigentlich darauf gefreut, denn zwischen meinen Krimis und Thrillern, die ich am liebsten lese, schiebe ich gerne einmal eine leichte und fröhliche Lektüre ein. Ein bisschen Abwechslung tut gut!

Total verwirrender Einstieg

Leider war dem aber hier nicht so. Ich habe mich eigentlich von Anfang an über dieses Buch geärgert. Begonnen hat es mit einem Wirrwarr aus Personen, die man nicht kannte und deren Namen ich mühsam durch ständiges Zurückblättern nachschauen musste. Es wurden keine Zusammenhänge erklärt, und so erkannte ich erst nach geraumer Zeit, wer mit wem verwandt, verheiratet oder liiert ist. Ein schwerer Einstieg für den Leser. Was hier vielleicht rasant wirken sollte, ist total nach hinten losgegangen.

Keine Figur konnte mich mitreißen

Mit den Personen konnte ich das ganze Buch hinweg nicht warm werden. Keine Figur hat mich überzeugt, alle waren oberflächlich dargestellt, was sicher auch dadurch begründet war, das man lange Zeit kaum etwas über sie erfuhr. Vielleicht sollte das die Spannung erhöhen, aber es erzeugte nur Verwirrung und Fragezeichen im Kopf. Dazu ein Zitat der Hauptfigur Maria: „…und was sie jetzt erst verstand, weil ihre Verwirrung zu groß gewesen war.“ Dieser Satz befindet sich im letzten Viertel des Romans und gibt ganz gut meine Empfindungen wieder…
Meinem Gefühl nach sind alle Personen unsympathisch. Irgendwie scheinen alle vorkommenden Frauen des Geldes wegen geheiratet zu haben, alle Männer haben Affären und Geheimnisse, wie soll ich da mit jemandem mitfiebern? Die ganze Handlung ist geprägt von Intrigen und dem persönlichen Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit.

Die Vorbereitungen zur Hochzeit geraten dabei völlig in den Hintergrund und sind eigentlich nur Rahmenhandlung, genauso wie die Hochzeit selbst, die auf den letzten Seiten lediglich kurz abgehandelt wird. Unglaubwürdig fand ich auch, dass sich Amelie, Marias Tochter, kaum für die Planungen interessiert hat, sondern lediglich ein Austausch über eine Whats-App-Gruppe stattfand. Soll das modern wirken? Ebenso wie der kurze Auftritt (oder dann doch nicht) von David Garrett machte dies lediglich einen aufgesetzten Eindruck.

Vorhersehbar, keine Spannung

Ich habe extra für dieses Buch das Genre „Frauenroman“ in unsere Liste aufgenommen, denn anders konnte ich es leider nicht einordnen. Liebesroman? Nicht wirklich. Humor? Eher wenig. Spannung? So gut wie nicht vorhanden. Eigentlich ist dieses Buch ein gutes (bzw. schlechtes) Beispiel für unsere Meckerecke. Es kann doch nicht sein, dass Frauen nur seichte Unterhaltung wollen. Etwas mehr Spannung, etwas weniger Vorhersehbarkeit lässt sich doch wohl in jeden guten Roman einbauen, dazu muss es kein Krimi sein.
Das Interessanteste an dem ganzen Buch waren die eingestreuten Zeitungsartikel aus Vergangenheit und Gegenwart, die leider mehr versprachen, als am Ende gehalten wurde.

Fazit: Ich hätte diesen Roman nicht zu Ende gelesen, wenn ich nicht an der Leserunde teilgenommen hätte. Schade um die Zeit! Ich habe gehört, die anderen Bücher von Gisa Pauly sollen besser sein. Ich mache die nächste Zeit jedenfalls keinen Versuch mehr.

Gerngelesen: 📚 1 von 5

Dieses Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Ihr könnt es z. B. hier bei Thalia kaufen.

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