Dima Zales: Oasis

Titel: Oasis – The Last Humans

Autor: Dima Zales

Reihe: Die letzten Menschen, Teil 1

Genre: Science-Fiction

Verlag: Mozaika Publications/E-Book

Seiten: 459

Erscheinungsjahr: 2016

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich hier auf dem Blog noch nie eine Rezension zu einem Science-Fiction Buch geschrieben habe, obwohl ich das Genre auch sehr gerne mag. Deswegen möchte ich euch hier „Oasis“ von Dima Zales vorstellen. Es ist das erste Buch der schon vollständig erschienenen Trilogie „Die letzten Menschen“und spielt in einer nicht näher definierten Zukunft in Oasis, der letzten Zufluchtsstätte der Menschen auf der Erde.

Der Protagonist Theo lebt in einer scheinbar perfekten Welt: Allein durch Gesten oder Gedanken können er und seine Freunde ihre Umwelt kontrollieren und sich Essen oder andere Gegenstände erschaffen. Niemand hat negative Gefühle und alle scheinen glücklich. Doch dann hört Theo plötzlich eine seltsame Stimme in seinem Kopf, die sich „Phoe“ nennt und darauf besteht, keine Wahnvorstellung von ihm zu sein, sondern ein eigenständiges Wesen. Nachdem Theo dies zu Anfang noch nicht richtig ernst nimmt, ändert sich alles, als einer seiner Freunde verschwindet und sich niemand außer ihm und Phoe an ihn erinnern kann.

Spannend & dystopisch

Das Buch zeichnet eine beängstigende Dystopie in einer nur oberflächlich friedlichen Stadt voller Kontrolle, Zensur und Manipulation. So ein Thema ist ja grundsätzlich nichts Neues, allerdings fand ich viele der eingebauten Ideen interessant und vor allem die gelegentlichen Rückblicke haben mir gefallen. In Form von Geschichtsstunden oder auch alten Filmen wird hier angedeutet, wie die Menschheit überhaupt in so einer Situation kommen konnte, obwohl auch hier nicht immer deutlich wird, bei was es sich um die Wahrheit oder um Propaganda handelt.

Ein bisschen zu viel Realitätsverlust

Die Suche nach der Wahrheit und der Konflikt zwischen Realität und virtuell Erlebtem ziehen sich durch das ganze Buch. Das macht es sehr spannend und sorgt für einige überraschende Wendungen. Leider wird meiner Meinung nach das Prinzip „Passiert das jetzt tatsächlich oder nicht?“ irgendwann ein bisschen zu sehr ausgereizt, so dass es mir am Ende fast schon egal war, weil es ziemlich oft hin- und her wechselte. Schade, hier hätte man vielleicht vorher schon einen Schlussstrich ziehen oder noch besser ein anderes Element einbauen sollen. Auch die wohl als größte Überraschung gedachte Offenbarung am Ende des Buches hat mich dann leider nicht mehr so gefesselt. Aber da bin ich nicht ganz neutral, weil ich das leider vorher schon irgendwo gelesen hatte. (Ich kann nur immer wieder sagen: Lest Klappentexte nur vorsichtig, die spoilern oft viel zu viel! Obwohl es in diesem Fall nicht der Klappentext war, aber gut fand ich den trotzdem)

Fazit: Trotz allem ein Page-Turner!

Insgesamt gibt es von mir eine klare Empfehlung für das Buch! Es ist spannend, ein bisschen gruselig (also so SciFi-gruselig, ihr wisst bestimmt was ich meine) und baut eine tolle Atmosphäre auf. Trotz meiner Kritikpunkte habe ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Deswegen würde ich auch die anderen beiden Teile lesen. Übrigens: Momentan gibt es „Oasis“ kostenlos bei den meisten Anbietern wie Amazon oder Thalia.

Gerngelesen: 📚📚📚📚 von 5

 

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