[Rezension] Nika Lubitsch: Im 8. Kreis der Hölle

Titel: Im 8. Kreis der Hölle

Autor: Nika Lubitsch

Genre: Krimi

Verlag: Indie

Seitenzahl der Printausgabe: 320 Seiten

Erscheinungsdatum: 2. April 2017

 

Vor zwanzig Jahren verschwand Danielas große Schwester, nachdem sie sich nachts aus dem Haus geschlichen hatte, um sich mit ihrem Freund zu treffen. Weder wurde ihre Leiche gefunden, noch konnte die Polizei irgendeinen Hinweis auf ihren Verbleib ermitteln. An dieser Tragödie ist die ganze Familie zerbrochen. Als Daniela zufällig bei einem Kanada-Aufenthalt ein Zirkusplakat sieht, ist sie wie elektrisiert. Sie ist sich ganz sicher, ihre Schwester darauf zu erkennen. Ist Franzi damals mit ihrem Freund abgehauen und zum Zirkus gegangen? Daniela macht sich auf die Suche, um ihre Schwester zu finden.

Dieses Buch habe ich mir gekauft, weil ich schon lange einmal etwas von Nika Lubitsch lesen wollte, hat sie doch einen gewissen Namen in der Selfpublisher-Szene. Als dann ihr neuer „Zahlenkrimi“ erschien, habe ich bei einer 99cent-Aktion zugeschlagen. Die „Zahlenkrimis“ stehen dabei als Synonym für ihre Stand-alone-Romane und eigenen sich deshalb gut als Einstieg. Außerdem kann ich so etwas an meiner Indie-Challenge arbeiten.

Ich lese gerne das erste Kapitel an, auch um die manchmal arg spoilernden Klappentexte zu meiden. Die Geschichte beginnt mit dem Tag des Verschwindens von Danielas Schwester Franzi. Ich war sofort gefesselt und wollte unbedingt weiterlesen.
Dann kommt ein Sprung im Zeitablauf, und es geht in der Gegenwart weiter, zwanzig Jahre später. Danny entdeckt die Hinweise über den Aufenthalt der Schwester.

Von hier an nimmt die Geschichte einen sehr wechselhaften Verlauf. Glaubt man, langsam eine Ahnung zu bekommen, was damals passiert sein könnte, so wird man im nächsten Augenblick eines besseren belehrt. Dieses Wechselbad der Gefühle wird durch die Form der Ich-Erzählung verstärkt. Wir erfahren alles aus der Sicht von Danny. Der Verdacht kommt auf, dass dies vielleicht nicht so ganz der Realität entspricht, ist aber auch nur eine Ahnung.

Viel kann ich von der weiteren Geschichte nicht erzählen, ohne zu spoilern. Sie ist auf jeden Fall spannend genug, dass man das Buch kaum weglegen möchte. Lediglich das Ende hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen, denn die Auflösung lässt doch einige Fragen offen, besser gesagt, Spielraum für Interpretationen durch den Leser. Solche Abschlüsse mag ich eigentlich nicht so gerne, mir ist lieber, es gibt ein klares Ende.

Fazit: Tolles Buch, spannende Geschichte, mitreißend geschrieben, lediglich für das Ende gibt aus meiner Sicht einen Punkt Abzug. Aber absolut empfehlenswert!

Gerngelesen: 📚📚📚📚 von 5

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