[Rezension] J. Vellguth: Die schönste Zeit des Jahres

dieschoenstezeitdesjahresbsTitel: Die schönste Zeit des Jahres

Autor: J. Vellguth

Genre: Liebesroman

Verlag: Indie (exklusiv bei Amazon), Taschenbuch und ebook

Seitenzahl der Printausgabe: 220 Seiten

Erscheinungsdatum: 09.12.2016

Wie jedes Jahr besucht Zoe an Weihnachten ihre Familie, obwohl sie dem Fest nach dem Tod ihrer Großmutter nur wenig abgewinnen kann. Im verschneiten Vermont angekommen, wird sie von ihrem alten Schulfreund Danny abgeholt, den sie das erste Mal seit langer Zeit wiedersieht. Danny versucht alles, um Zoe den Sinn des Weihnachtsfestes wieder näher zu bringen.

Auf die Autorin J. (Jacky) Vellguth aufmerksam geworden sind wir über ihren Blog schriftsteller-werden.de. Dort gibt sie seit einigen Jahren Tipps für angehende Autoren. Ende 2015 hat sie dann ihr erstes eigenes Buch veröffentlicht, um dann direkt mit einem Großprojekt für 2016 durchzustarten: 12 Bücher in 12 Monaten. Kennt ihr den „NaNoWriMo“? Das ist ein Projekt, bei dem man versucht innerhalb der 30 Tage des Novembers den ersten Entwurf eines Romans mit mindestens 50.000 Wörtern fertig zu stellen. Und genau das hat sich Jacky für 2016 vorgenommen, aber nicht mit einem Buch, sondern mit 12, also jeden Monat eins inklusive Veröffentlichung! Ich hielt das für ziemlich durchgeknallt und habe das Ganze etwas aus den Augen verloren. Im November bin ich dann irgendwie wieder auf Jackys Blog gestoßen, und tatsächlich – sie bei Buch 11! Neugierig geworden, wollten Krissi und ich nun doch auch mal etwas von ihr lesen. Wie kann ein Buch sein, das in so kurzer Zeit geschrieben wird? Wir haben uns letztlich für ihr Weihnachtsbuch entschieden, mit dem sie verspricht, den Leser in Weihnachtsstimmung zur versetzen.

Krissis Rezension: Das Buch ist ein typischer, seichter Liebesroman mit sehr viel weihnachtlicher Atmosphäre. Es gibt weder überraschende Wendungen noch eine besonders spannende Handlung, aber das würde ich in dem Genre auch nicht unbedingt erwarten. Die Geschichte ist leicht zu lesen und unterhält kurzweilig, auch wenn das Thema der (fehlenden) Weihnachtsstimmung, das sich durch den gesamten Roman zieht, mir manchmal ein bisschen zu kitschig war. Dazu muss ich aber auch sagen, dass es nicht mein Lieblingsgenre ist. Wer aber typische Weihnachtsgeschichten mit jedem Klischee und einer Menge winterlicher Romantik mag, für den ist „Die schönste Zeit des Jahres“ bestimmt genau das richtige, weil es die weihnachtliche Stimmung schön rüber bringt. Auf jeden Fall habe ich wahnsinnigen Respekt davor, dass das Buch in nur einem Monat geschrieben wurde. Das ist bei einem Liebesroman zwar sicher leichter als bei einem komplexen Thriller, aber trotzdem eine große Leistung, denn man merkt es der Geschichte nicht an.

Gerngelesen: 📚📚📚 von 5

Corinnas Rezension: Der Anfang der Geschichte erschien mir etwas zu übertrieben und kitschig, deshalb war ich zunächst ein wenig enttäuscht. Dazu muss ich sagen, dass ich auch nicht soo der romantische „Weihnachtstyp“ bin. Aber nach einiger Zeit nahm die Story doch etwas mehr Fahrt auf. Es wurden einige Probleme in Zoes Familie angesprochen, so dass die ganze Atmosphäre nicht mehr nur zuckersüß und rosarot wirkte. Mich ganz persönlich konnte Jacky Vellguth dann mit einer Szene gewinnen, die mich tatsächlich an meine eigene Familie erinnert: Zoe sucht sich ganz bewusst einen kleinen Weihnachtsbaum aus, der krumm und schief ist, weil er auch ein schönes Weihnachtsfest haben soll. Genauso war es früher auch bei mir zu Hause. Wir haben ebenfalls immer einen hutzeligen Baum ausgesucht, weil meine Mutter meinte, dass er sonst zurückbliebe und keiner ihn haben wolle. Insofern ist es der Autorin in meinem Fall doch gut gelungen, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen.
Jacky Vellguth hat eine lockere und leichte Art zu schreiben, die aber keineswegs in simplem Satzbau ausartet. Wie Krissi bin ich auch tief beeindruckt, wie man in so kurzer Zeit einen solchen Roman schreiben kann, obwohl ich die Geschichte auch ein wenig seicht finde. Schade, denn sie hätte Potential für spannendere Aspekte geboten. Aber das lag wohl weder in der Intention der Autorin, noch war es sicherlich in dieser kurzen Schreibzeit möglich.
Für die (Vor-)Weihnachtszeit kann ich aber eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn ich wurde gut unterhalten.

Gerngelesen: 📚📚📚📚 von 5 (einer für den Weihnachtsbaum 😉)

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